Wissensmanagement: Alle sollen profitieren

 

Wissensmanagement: wertvolle Strategien und Konzepte wurden durch die Angehörigen der Bundeswehr erarbeitet (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Ines Blandau)

Wissensmanagement: wertvolle Strategien und Konzepte wurden durch die Angehörigen der Bundeswehr erarbeitet (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Ines Blandau)

 

Beim sogenannten Round Table trafen sich an der Führungsakademie der Bundeswehr Wissensmanagerinnen und Wissensmanager aus dem BMVg und der ganzen Bundeswehr (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Ines Blandau)

Beim sogenannten Round Table trafen sich an der Führungsakademie der Bundeswehr Wissensmanagerinnen und Wissensmanager aus dem BMVg und der ganzen Bundeswehr (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Ines Blandau)

 

Oberst Prof. Dr. Matthias Rogg stellte das GIDS vor und lud zum aktiven Mitwirken ein. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Ines Blandau)

Oberst Prof. Dr. Matthias Rogg stellte das GIDS vor und lud zum aktiven Mitwirken ein. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Ines Blandau)

 

Barbara Marschallek stellt Formen der kollaborativen Zusammenarbeit vor. Ihr Ziel: Eine Plattform auf der sich alle austauschen können. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Ines Blandau)

Barbara Marschallek stellt Formen der kollaborativen Zusammenarbeit vor. Ihr Ziel: Eine Plattform auf der sich alle austauschen können. (Foto: Führungsakademie der Bundeswehr/Ines Blandau)

Konzepte, Strategien, Lehrgangsarbeiten, Befehle, Veranstaltungsorganisationen. Die Liste der täglich produzierten Ausarbeitungen der Angehörigen der Bundeswehr ist nicht nur lang, sondern vor allem wertvoll. Doch wo und wie kann dieses Wissen nachhaltig gesammelt und für andere nutzbar gemacht werden? Über das sogenannte Wissensmanagement beraten jedes Jahr Experten aus der ganzen Bundeswehr. Dieses Mal dabei: das German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS) als institutionalisiertes Wissensmanagement. 

Eine 30- bis 49-jährige Person empfängt in Deutschland beruflich durchschnittlich 21 E-Mails pro Tag (Erhebung aus dem Jahr 2018, Quelle: Statista). Zusätzlich gehen oftmals weitere hunderte E-Mails in die digitalen Briefkästen der Abteilungen ein. Diese müssen wiederum gelesen, ausgewertet, gegebenenfalls bearbeitet und abgespeichert werden. Doch wie dem Dilemma zwischen Informationsüberflutung einerseits und der Verfügbarkeit von relevantem Wissen zur richtigen Zeit am richtigen Ort andererseits begegnen?

Wissensmanagement lautet die Antwort. „Durch Vernetzung, Verknüpfung und Auswertung von Informationen entsteht Wissen. Wissen ist eine wichtige Ressource für eine erfolgreiche Auftragserfüllung“ (Fachkonzept Wissensmanagement, BMVg).

Das Management von Wissen ist eine Querschnittsaufgabe, die sich in allen Gestaltungsbereichen der Bundeswehr wiederfinden muss. So muss sowohl das Personal als auch die Organisation in ihren unterschiedlichen Bereichen bewusst und systematisch den Umgang mit der strategischen Ressource Wissen berücksichtigen und fördern.

Mit dem Aufbau des Wissensmanagements im GIDS wurde den Teilnehmenden der Tagung ein Beispiel des systematisierten Wissensmanagements vorgestellt. Der Leiter des GIDS, Oberst Prof. Dr. Matthias Rogg, und die Leiterin der Projektgruppe Wissensmanagement GIDS, Oberamtsrätin Barbara Marschallek, verdeutlichten den Sinn und Zweck sowie die Ziele in der Weiterentwicklung.

 

Welche Informationen managt das GIDS?

Durch den Austausch und die Expertise der Lehrgangsteilnehmenden, Lehrenden, Studierenden und des Alumni-Netzwerkes wird während der Aus-, Fort- und Weiterbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) und der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) ein Fundus von Wissen produziert. Das GIDS identifiziert diesen und filtert Probleme und Phänomene, die für die sicherheitspolitische Strategiefähigkeit Deutschlands relevant sind. Dabei werden bedarfsorientiert und dynamisch Forschungsschwerpunkte festgelegt und aufbereitet. Bei der Schwerpunktsetzung orientiert sich das GIDS an der durch die politische Ebene erlassenen Zielsetzung und den strategischen Vorgaben für die Bundeswehr.

„(…) Ich möchte, dass sie [die FüAkBw] ihr Profil schärft und zu einem Ort des Wissens für die Bundeswehr der Zukunft wird. (…) Ein Innovations- und Ideeninkubator für die gesamte Bundeswehr. Ein Think Tank, der das Wissen der Lehrenden, der Teilnehmenden und der vielen externen Gäste nutzt, um einen wesentlichen Beitrag für die Strategiefähigkeit der Bundeswehr wie auch der Bundesregierung als Ganzes zu leisten.“, so die damalige Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen in ihrer Rede an der FüAkBw am 03. November 2016.

Was passiert mit den Informationen?

Die Kultur des Teilens ist Voraussetzung eines funktionierenden Wissensmanagements. So werden die Forschungsergebnisse, Qualifizierungsarbeiten und Projekte unter anderem in neuen Publikationsformaten, auf Tagungen, in Workshops, Vortragsreihen und über die eigene Webseite abgebildet.

Wer profitiert vom Wissensmanagement des GIDS?

Neben der FüAkBw und der HSU, wird das Wissen darüber hinaus sowohl Entscheidungsträgern als auch der Wissenschaft und Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wie geht es weiter?

Das Wissensmanagement des GIDS befindet sich noch im Aufbau. Im nächsten Schritt wird das Konzept des Wissensmanagements erstellt und im Anschluss erprobt. Ende 2020 soll dieses Projekt abgeschlossen sein. Es ist geplant, die Erfahrungen dann getreu der Kultur des Teilens in das Wissensmanagement der Führungsakademie zu transferieren.

 

 

 

Autorin: Führungsakademie der Bundeswehr/Ines Blandau