Weiterentwicklung der Ausbildung:

Ein Thema, das viele bewegt

 

(Generalmajor Oliver Kohl begrüßte die afghanische Delegation um Lieutenant General Mohammad Nazim Payenda und Brigadegeneral Markus Kurczyk. (Foto: Bundeswehr/Laura Clayborn)

 

Bevor sich Lieutenant General Payenda über die Ausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr informiert hat, trug er sich in das Gästebuch ein. (Foto: Bundeswehr/Laura Clayborn)

 

Die Ausbildung militärischer Spitzenkräfte ist nicht nur an der Führungsakademie der Bundeswehr das zentrale Thema. Auch ausländische Delegationen wollen mehr über die aktuellen Handlungsfelder der deutschen Akademie und die Ausbildungsschwerpunkte erfahren. So auch Kommandeur Unified Training & Education aus Afghanistan, Lieutenant General Mohammad Nazim Payenda, und Leiter der Abteilung Force Development im Hauptquartier „Resolute Support Mission“, Brigadegeneral Markus Kurczyk. Ende Juni führte sie ihr Weg an die Führungsakademie der Bundeswehr nach Hamburg.

Gäste wollen Impulse für Ausbildung erhalten

Um ihre eigene Ausbildungslandschaft weiterzuentwickeln, möchte die afghanische Delegation mehr erfahren: Wie werden die deutschen militärischen Spitzenkräfte an der Führungsakademie der Bundeswehr ausgebildet? Wie lange dauert die Ausbildung? Und zu welchen Themen wird an der Denkfabrik, dem German Institut for Defence and Strategic Studies (GIDS), geforscht? Einige dieser Fragen wurden den Teilnehmenden in Vorträgen über die Führungsakademie und dem GIDS beantwortet, andere Themen anschließend auf Nachfrage weiter vertieft.

NATO-Mission „Resolute Support“

Afghanische Sicherheitskräfte werden durch die NATO-Mission „Resolute Support“ unterstützt. Diese will die Kräfte befähigen, den Bereich Sicherheit eigenverantwortlich in ihrem Land zu regeln. Konkret werden afghanische Sicherheitskräfte beraten, ausgebildet und unterstützt. Die Bundeswehr hilft bei der Umsetzung der Mission und bringt sich ebenso finanziell ein.

Forschungsarbeit des GIDS

Bei ihrem Besuch an der Elbe interessierten die Gäste besonders die Details: So erkundigte sich Lieutenant General Mohammad Nazim Payenda unter anderem nach der Sprache im Lehrgang, den Abschlussmodalitäten und nach Reisen während der Ausbildungszeit. Interessiert zeigte sich die Delegation auch bei der Vorstellung der Denkfabrik. So wollten sie beispielsweise wissen, ob Forschungsthemen vorgegeben oder frei gewählt werden können. Ein Diskurs zum Thema Partnerschaftspflege rundete den Besuch der afghanischen Delegation ab.

 


Autorin: Sophie Stange