Kommandeure besprechen weitere Zusammenarbeit

 

Beteiligte Militärakademien beim „CJEX C5“-Treffen (Grafik: Bundeswehr/Marie Kellermann)

 

Die Teilnehmer des „CJEX-C5“-Treffens kamen in der Clausewitz-Kaserne in Hamburg zusammen. (Foto: Bundeswehr/Lene Bartel)

 

Die Kommandeure vereinbarten an der Führungsakademie der Bundeswehr, die Zusammenarbeit zwischen den Militärakademien zu intensivieren. (Foto: Bundeswehr/Lene Bartel)

 

Ausbildung, gemeinsames Üben und verstärkte Zusammenarbeit waren die Themen beim sogenannten „CJEX C5“-Treffen an der Führungsakademie der Bundeswehr. Kommandeure von fünf europäischen Militärakademien (C5) kamen in Hamburg zusammen, um Anforderungen und Herausforderungen der zukünftigen gemeinsamen Ausbildung militärischer Führungskräfte zu besprechen.

Multinationaler Planungsprozess

Der Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, Generalmajor Oliver Kohl, stellt die Vorteile der Zusammenarbeit klar heraus: „Diese Multinationalität stellt einen Grundpfeiler der Ausbildung für die zukünftigen Aufgaben der Generalstabs- und Admiralstabsoffiziere dar, weil Abläufe und Prozesse gemeinsam für den Ernstfall geübt werden.“ Mit Abläufen und Prozessen ist insbesondere der operative NATO-Planungsprozess gemeint.

Im Mittelpunkt der Besprechung stand dabei auch die vorangegangene Planübung „Combined Joint European Exercise“ (CJEX). Die multinationale, streitkräftegemeinsame Übung fand zeitgleich an den Akademien in Spanien, England, Italien und Deutschland statt und hatte zum Ziel, für einen fiktiven Staat „ALAMBARA“ in Afrika eine Stabilisierungsoperation zu planen. Dabei entsandten die einzelnen Ausbildungsstätten ihre Lehrgangsteilnehmenden an die beteiligten Partner-Akademien, um gemeinsam Strategien und Lösungswege zu entwickeln und die internationale Zusammenarbeit zu trainieren.

Mehr Zeit für neue Lösungsansätze

Bei der Bewertung der Planübung stellten die Kommandeure die enorme Wichtigkeit für die Ausbildung der eigenen Nachwuchsführungskräfte heraus. Das einmalige multinationale Umfeld sowie das Aufeinanderprallen verschiedener nationaler Interessen und militärischer Kulturen sind entscheidende Ausbildungsinhalte. Ferner wurde festgelegt, die Übung ab dem nächsten Jahr um zwei Tage zu verlängern. Damit soll einerseits der Austausch der Lehrgangsteilnehmenden intensiviert, anderseits aber auch eine realistische Zeitvorgabe für diese komplexe Aufgabenstellung eingeräumt werden.

Die C5 Kommandeure vereinbarten zudem eine noch engere Zusammenarbeit, denn die Ausbildung müsse sich an den wachsenden Herausforderungen im außen- und sicherheitspolitischen Umfeld orientieren. Daher wurde beschlossen, eine formale Grundlage für das zukünftige Zusammenwirken der fünf Akademien neben der CJEX zu erstellen. Dieser „Vertrag für die weitere Zusammenarbeit“ soll dann spätestens beim nächsten C5-Treffen im Juli 2020 unterzeichnet werden.

Link zum Video: Großübung CJEX

Link zum Artikel: CJEX – Großübung an der Führungsakademie der Bundeswehr

 

 

 

 

 

Autor: Bundeswehr/Führungsakademie der Bundeswehr