Autor: Marcel Borcherd; Fotos: Katharina Roggmann

Hamburg, 08.06.2018


Gemeinsamer Austausch als Schlüssel zur Auftragserfüllung


Modulteilnehmer bei der Arbeit


Zivil-Militärische Zusammenarbeit

 

Globalisierung, Digitalisierung, Vernetzung: Es gibt unzählige Beispiele, die darauf hinweisen, dass die Welt einem raschen Wandel unterliegt. In einer derart schnelllebigen Welt sind stete Anpassungen unabdingbar. Innovationen machen auch vor der Bundeswehr nicht halt. Wie das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) das Innovationsmanagement für die Bundeswehr angeht, wurde erstmalig in einem eigenständigen Seminar dargestellt. Die Fakultät Management befasste sich vor diesem Hintergrund zu diesem Thema im Rahmen eines Pilotseminars mit dem Titel „Innovationsmanagement – Einsatz der Wissenschaftlichen Unterstützung Nicht-Technisch“.

Zielgruppe sind nicht nur die Planer in der Bundeswehr beziehungsweise das Planungsamt der Bundeswehr (PlgABw). Gute Ideen für Innovationen können in allen Bereichen entstehen und jede dieser Ideen soll betrachtet werden.

Regierungsrat Marcel Borcherd kommt aus dem Planungsamt, genau vom Fachgebiet Entwicklung Bundeswehr der Fakultät Management. Er führte durch das Seminar. Alle Seminarteilnehmer diskutierten konstruktiv und brachten sich gleichermaßen aktiv und bereichernd in das Seminargeschehen ein. Gemeinsam wurde die Frage erläutert, was Innovationsmanagement für das BMVg bedeutet und wie die Wissensunterstützung einen Innovationsprozess unterstützen kann.

Handlungstraining zum besseren Verständnis

Die Konzeption des Seminars erfolgte in Abstimmung mit dem BMVg und dem Planungsamt. Ziel des Seminars war es, einen Überblick über das Innovationsmanagement im Allgemeinen zu geben und den Wissenstransfer zum Entscheidungsträger abzubilden. Durch kurze Inputs konnte hier ein gemeinsames Verständnis von der Thematik geschaffen werden.

Im weiteren Verlauf des Seminars wurden die Methoden der Wissensunterstützung erläutert und deren Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt. Gleichermaßen wurde den Teilnehmern ermöglicht, die einzelnen Methoden in Handlungstrainings an ausgewählten Beispielen auszuprobieren. Die praktischen Anwendungen trugen zum klaren Verständnis der Methoden an sich als auch zum Erkennen ihrer Einsatzspektren bei.

Gastdozenten aus dem PlgABw, Vertreter der Universität der Bundeswehr München sowie die Seminarteilnehmer, die durch Einbringen ihrer Erfahrungen aus den jeweiligen Verwendungen das Geschehen bereicherten, machten das Seminar zum Erfolg.

Weiterentwicklung und Ausblick

Den Abschluss der Woche bildete eine ausführliche Auswertung des Seminars durch den Seminarleiter mit den Teilnehmern und den Verantwortlichen aus dem BMVg und dem PlgABw. In einer sehr konstruktiven Aussprache wurde festgestellt, dass es an der einen oder anderen Stelle noch Weiterentwicklungspotenzial gibt, es aber insgesamt für einen Pilotdurchgang eine erfolgreiche Woche war.

Die Resonanz der Teilnehmer hat durchweg gezeigt, dass der Bedarf an einer solchen Aus- und Weiterbildung vorhanden ist. Deshalb geht es weiter: Das Folgemodul ist in Planung. Die entscheidenden Punkte für Anpassungen wurden erkannt und fließen in die Planung für den zweiten Durchgang mit ein, denn Innovation macht auch vor dem Seminar selbst nicht halt.