Autor: Andreas Aschert; Fotos: Katharina Roggmann

Hamburg, 02.05.2018

Admiral Schneider eröffente den Regionalen Informationstag

Admiral Schneider eröffente den Regionalen Informationstag

Die Gäste folgten gespannt den Vorträgen der Lehrgangsteilnehmer

Die Gäste folgten gespannt den Vorträgen der Lehrgangsteilnehmenden

Interessierte Zuhöhrerschaft

Interessierte Zuhöhrerschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flottillenadmiral Karsten Schneider, stellvertretender Kommandeur und Direktor Ausbildung, begrüßte an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) die militärischen und zivilen Gäste zum Regionalen Informationstag (RIT). Dieses Mal standen die Benelux-Staaten im Fokus. Luxemburg, die Niederlande und Belgien präsentierten ihre Länder bei der traditionellen Veranstaltung des Lehrgangs Generalstabs-/ Admiralstabsdienst International (LGAI) 2017.

Luxemburg erstmals im LGAI vertreten

Beim aktuellen LGAI 2017 nimmt erstmalig ein Lehrgangsteilnehmer aus Luxemburg teil. So entstand die Anfrage an den Lehrgang Generalstabs-/ Admiralstabsdienst National (LGAN), einen gemeinsamen Regionalen Informationstag aus  mitteleuropäischer Sicht zu gestalten. Admiral Schneider begrüßte daher die Gäste mit den einführenden Worten, dass es sich diesmal um drei Gründungsmitglieder der NATO handelt, die länger als Deutschland Mitglied in der NATO sind. „Zum ersten Mal hat Luxemburg aber einen Teilnehmer an den LGAI entsendet. Als NATO-Mitglied nehmen die NATO-Staaten  sonst am LGAN teil. Da liegt es nahe, dass wir im Nachbarlehrgang um die Mitgestaltung dieses Nachmittages angefragt haben, um die Region bestmöglich zu präsentieren“, so Admiral Schneider. Er hob gegenüber den Internationalen Lehrgangsteilnehmern des LGAI, also aus nicht NATO-Staaten, hervor, dass sie somit eine einmalige Möglichkeit haben, hier an der FüAKBw direkt Fragen an NATO-Partner zu stellen.

Herausforderungen in Mitteleuropa

Major Wim Becker und Major Anita Prius, beide aus dem LGAN und beinde aus Belgien, kamen der Anfrage aus dem LGAI gerne nach um zusammen mit ihrem luxemburgischen Kameraden Oberstleutnant Joel Faltz den RIT zu gestalten. Im Dreigespann zeigten sie nacheinander ihre Ländersichtweise auf Mitteleuropa.  Der Nachmittag führte bei den Gästen zu einem tieferen Verständnis der Länder und deren Außen- und Sicherheitspolitik. Allen dreien ist beispielsweise gemeinsam, dass die aktuelle Finanzpolitik in ihren Ländern Auswirkungen auf die Streitkräfte haben. Zudem ist bei allen die Rekrutierung von neuem und jüngerem Personal eine Herausforderung. Belgien und Luxemburg beispielsweise haben keine Kampfpanzer. Die Niederlande haben erst seit dem Jahr 2016, durch eine Kooperation mit Deutschland, wieder Kampfpanzer.

Zusammenarbeit im Fokus

Eine Frage der Gäste in der anschließenden Diskussionsrunde ging daher an alle drei Länder, um die Sichtweise auf eine Europäische Armee zu eruieren. Alle drei Vortragenden gaben im Tenor wieder, dass der Fokus eher auf der Zusammenarbeit liegt, da auch Sprachbarrieren abgelegt werden müssten. „Auch die Kultur spiele eine Rolle“, so Major Wim Becker, der Belgien daher näher an den Niederlanden sieht. Aus seiner persönlichen Sicht sei eine Armee realistisch gesehen auch etwas Nationales. Das flächenmäßig kleine Luxemburg sieht eine Zusammenarbeit, so Joel Faltz, eher im Rüstungsbereich. Er stellte zuvor dar, dass Luxemburg nur über 1.000 Soldaten in den Streitkräften verfügt, wovon 85 Offiziere sind. Das Land leistet sich eine Kaserne.