Autor: Philipp Lenske; Fotos: Katharina Roggmann

Hamburg, 19.04.2018

Air Vice Marshall Griffiths S. Evans beim Eintrag in das Gästebuch der Führungsakademie der Bundeswehr

Air Vice Marshall Griffiths S. Evans beim Eintrag in das Gästebuch der Führungsakademie der Bundeswehr

Flottillenadmiral Schneider nahm den Kommandanten des KAIPTC in Empfang

Flottillenadmiral Schneider nahm den Kommandanten des KAIPTC in Empfang

Air Vice Marshall Evans übergibt der Führungsakademie ein Gastgeschenk als Dank für die gemeinsame Zusammenarbeit

Air Vice Marshall Evans übergibt der Führungsakademie ein Gastgeschenk als Dank für die gemeinsame Zusammenarbeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es sind Ghanas langjährige Erfahrungen und gewonnene Kompetenzen aus den Friedenseinsätzen, die das afrikanische Land in Kooperation mit anderen Staaten erworben hat. Und genau diese haben zu der Entscheidung des Ghanaischen Verteidigungsministerium geführt, im Jahr 2004 das Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) aufzubauen. In diesem Monat kamen nun Vertreter des Centers nach Deutschland, um die bestehende Partnerschaft mit der Bundesrepublik Deutschland zu vertiefen. Bei dieser Gelegenheit wurde zugleich die Chance genutzt, die Kooperation mit der höchsten postuniversitären Bildungseinrichtung der Bundeswehr zu kräftigen. So begrüßte die Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) den Kommandanten des KAIPTC, Air Vice Marshall Griffiths S. Evans, an der Akademie in Hamburg-Blankenese.

Voneinander Lernen

Der stellvertretende Kommandeur und Direktor Ausbildung der FüakBw, Flottillenadmiral Karsten Schneider, nahm Air Vice Marshall Evans in Empfang. Admiral Schneider erläuterte dem Kommandanten die Neuheiten der Umstrukturierung der Führungsakademie in Bezug auf die Ausbildung des Spitzenkräfteführungspersonals der Bundeswehr. Im gemeinsamen Austausch gleiche Ausbildungsinhalte zu finden, die jeweiligen Ausbildungsinhalte der beiden Akademien zu optimieren und diese künftig gemeinsam umzusetzen, bildeten die Schwerpunkte dieses Austausches.

70 Länder und ein Ziel

Das KAIPTC zielt darauf ab, das führende internationale Zentrum für Ausbildung und Lehre afrikanischer Friedens- und Sicherheitsmissionen zu werden. Das Zentrum will mehr Stabilität durch hochwertige Ausbildung gewährleisten, um die international beteiligten Partner an den afrikanischen Friedensmissionen effektiv zu unterstützen. Bereits 15000 Teilnehmer aus 96 Ländern haben an den umfangreichen Seminaren teilgenommen. Die Bundeswehr hat derzeit sieben Mandate für Einsätze in fünf Ländern auf dem afrikanischen Kontinent. Die Förderung und der gemeinsame Austausch mit dem KAIPTC in Ghana sind daher ein wesentlicher Bestandteil zur Verbesserung von gemeinsamen Friedensmissionen in Afrika.

Handlungssicherheit durch gemeinsames Training

Für die FüAkBw bedeutet der Besuch zugleich eine Vertiefung des fachlichen Austausches. Denn seit 2017 kooperieren die Fakultät Sanitäts- und Gesundheitswissenschaften der FüAkBw und das KAIPTC mit einem Wissensaustausch. Das Zusammenwirken von militärischem und nicht-militärischem sanitätsdienstlichen Führungspersonal in humanitären Hilfsoperationen zu trainieren, zu verbessern und handlungssicherer zu machen, ist Kern des an der FüAkBw durchgeführten Moduls „Military Medical Support in Humanitarian Area (MMSHA)“. Es ist ein gelungenes Beispiel einer funktionierenden Zusammenarbeit.