Autor: Markus Neske; Fotos: LGAI 2017 / Bundeswehr

Hamburg, 28.03.2018

Gruppenfoto des LGAI 2017 beim  Flugabwehrraktengeschwarder 1 (FlaRakG1)

Gruppenfoto des LGAI 2017 beim  Flugabwehrraktengeschwarder 1 (FlaRakG1)

Das Flugabwehrraktensystem Patriot dient im Einsatz zur Abwehr von Flugzeugen, taktischen ballisitischen Raketen und Marschflugkörpern

Das Flugabwehrraktensystem Patriot dient im Einsatz zur Abwehr von Flugzeugen, taktischen ballisitischen Raketen und Marschflugkörpern

Ausbilder des FlaRakG1 erklären den Lehrgangsteilnehmern die Funktionsweise des Flugabwehrsystems

Ausbilder des FlaRakG1 erklären den Lehrgangsteilnehmern die Funktionsweise des Flugabwehrsystems

Das MANTIS kann neben den klassischens Zielen der FLugabwehr auch kleine Ziele wie Drohnen bekämpfen

Das MANTIS kann neben den klassischens Zielen der FLugabwehr auch kleine Ziele wie Drohnen bekämpfen

 

 

 

 

 

 

 

Der Lehrgang Generalstabs-/ Admiralstabsdienst International (LGAI) 2017 der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) führte seine diesjährige fünftägige Luftwaffenreise zu fünf Standorten durch. Insgesamt besuchten 90 internationale und nationale Stabsoffiziere sechs Luftwaffenverbände und konnten sich dabei aus erster Hand von der Modernität und der  Einsatzbereitschaft der deutschen Luftstreitkräfte überzeugen.

Information über die Luftwaffe

Der Besuch der ausgewählten Verbände zielte auf eine umfassende Information der Stabsoffiziere zum Fähigkeitsspektrum der Luftwaffe ab und begann beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf. „Mit einer Informationsveranstaltung zum modernsten Militärflugzeug, dem A 400M, hatte die Reise einen optimalen Einstieg“, so Oberstleutnant i.G. Markus Neske, Tutor des Luftwaffenhörsaals im LGAI.

Ziel ist die Verlegbarkeit

Mit dem Flug im A 400M ging es an die Standorte Holzdorf/Schönewalde. Mit dem Einsatzführungsbereich 3 und der Lufttransportgruppe des Hubschraubergeschwaders 64 wurden gleich zwei Verbände der Luftwaffe besucht. Dabei konnten sich die Besucher der FüAkBw auch von den Fähigkeiten des verlegbaren Gefechtsstandes‚ „Deployable Command and Reporting Center“ (DCRC) und des mittleren Transporthubschraubers CH-53 in seinen unterschiedlichen Varianten überzeugen.

Darstellung einer Alarmrotte

Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ bot den LGAI-Teilnehmern eine anschauliche Darstellung über die Komplexität und der Leistungsbreite des hochmodernen Mulit-Role-Kampfflugzeuges Eurofighter. Wesentliche Ausbildungsinhalte aller Eurofighter-Piloten der Luftwaffe stellt das Geschwader sicher. Dieses zeigte sich anhand der Alarmierung einer Trainings-Alarmrotte zur Überwachung und Sicherung des deutschen Luftraumes.

Luftverteidigung zum Schutz

Die bodengebundene Luftverteidigung der Luftwaffe wurde beim Besuch des Flugabwehrraketengeschwaders 1 an der Ostseeküste in Panker/ Todendorf verdeutlicht. Diese leisten einen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung und desTerritoriums von Deutschland. Im Auftrag steht auch die internationale Konfliktverhütung und Krisenbewältigung. Angefangen vom mobilen Schutz für den Nah- und Nächstbereich durch ein leichtes Flugabwehrsystem, über den stationären Schutz von Feldlagern durch das sich in Mali im Einsatz befindliche System Mantis bis hin zum Waffensystem Pariot zum Schutz gegen ballistische Flugkörper konnte sich der gesamte Lehrgang der FüAkBw ein gutes Bild über die wichtigen Fähigkeiten des Geschwaders machen.

Aufklärung auch unbemannt

Beim Taktischen Luftwaffengeschwader 51 "Immelmann" in Kropp/Jagel erfuhren die Stabsoffiziere, dass dieses Geschwader der einzige fliegende Verband der Luftwaffe ist, der zur bemannten wie auch unbemannten  sogenannten abbildenden und signalerfassenden, luftgestützten Aufklärung in der Lage ist. Nach Vorträgen über das Aufklärungssystem Heron 1 und der Luftbildstaffel wurde dem Lehrgang das Waffensystem Tornadovorgestellt. Dieses Flugzeug, das als Aufklärer und als Kampfflugzeug zum Einsatz kommt, ist trotz seiner über 35 jährigen Nutzungszeit in der Bundeswehr, ein überzeugendes System. „Es war die unbemannte Aufklärung durch das System Heron und seiner potentiellen Nachfolgemodelle, die bei den Lehrgangsteilnehmern großes Interesse erzeugten“, so Oberstleutnant Neske abschließend in einem Statement zur Informationsreise. Abschließend dankte er stellvertretend für den Lehrgang allen teilnehmenden Verbänden für ihren Einsatz.