Autor: Jörg Knoop; Fotos: Michael Gundelach

Hamburg, 20.12.2017

Oberst i.G. Jac-Peter Tölkes beim Vortrag

Oberst i.G. Jac-Peter Tölkes beim Vortrag

Gruppenfoto der Modulteilnehmer

Gruppenfoto der Modulteilnehmer

Angeregte Diskussion unter den Teilnehmern

Angeregte Diskussion unter den Teilnehmern

Seminarteilnehmer bei der Arbeit

Seminarteilnehmer bei der Arbeit


 

 

 

 

„Exercises are Fun“, dies war das Eingangsstatement von Oberst i.G. Jac-Peter Tölkes, Abteilungsleiter CJ7 des Multinational Joint Headquaters Ulm (MN JHQ Ulm) für den Pilotdurchlauf des Moduls " Grundlagen für das Erstellen und Durchführen von Streitkräftegemeinsamen Übungen“, das im Dezember an der Führungsakademie der Bundeswehr durchgeführt worden ist. 10 Teilnehmer beschäftigten sich 5 Tage mit der anspruchsvollen Thematik.

Viel Rüstzeug für die Übungen

In Zusammenarbeit mit der Lehrgruppe Module hat die Fakultät Einsatz, Kommando CIR, SKB die Organisation und Durchführung des anspruchsvollen Seminars in der Generalleutnant Graf von Baudissin Kaserne übernommen. Das Seminar gliederte sich in einen englisch-sprachigen allgemeinen und einem deutsch-sprachigen nationalen teil. Dabei wurde der Seminarleiter durch ein drei-köpfiges Team aus dem Bereich Übungen und Training (CJ7) des Multinational Joint Headquaters Ulm (MN JHQ Ulm) unterstützt. Die Ulmer brachten hierbei ihre Erfahrungen aus der streitkräftegemeinsamen „Reception Staging and Onward Movement (RSOM)“ - Übung JOINT DERBY  (JODY) des Jahres 2016 mit ein. Dadurch sind den Seminarteilnehmern die theoretischen Lerninhalte überaus gewinnbringend vermittelt worden. Es entstand eine lebendige Seminaratmosphäre, die es den Seminarteilnehmern ermöglichte, die „Anlage von Übungen“ anschaulich zu erlernen.

NATO-Prozess bildet die Grundlage

Thematischer Schwerpunkt waren die konzeptionellen Grundlagen und Rahmenbedingungen der NATO. Es war das Ziel, den von der NATO vorgegebenen „Exercise Planning Process (EPP)“ für ein vorgegebenes streitkräftegemeinsames Übungsvorhaben entsprechend anzuwenden sowie ausgewählte Aspekte einer Übungsplanung selbstständig erarbeiten und vortragen zu können. Mit ihrer Teilnahme an dem Seminar haben die Teilnehmer das Rüstzeug erhalten, um zukünftig an bilateralen, multinationalen sowie an NATO-Übungen mitzuwirken oder sich in einem multinationalen Team zielorientiert zu organisieren.

Breit aufgestellter, internationaler Teilnehmerkreis

Die Gruppe der Seminarteilnehmer setzte sich aus Mitgliedern der nationalen Fähigkeitskommandos und dem Multinationalen Kommando Operative Führung aus Ulm zusammen.  Zusätzlich hat auf Einladung des deutschen Verteidigungsministeriums (BMVg) ein Teilnehmer des österreichischen Kommandos Landstreitkräfte an dem Pilotprojekt teilgenommen. Die multinationalen Teilnehmer hatten während des nationalen Anteils am Donnerstagnachmittag Gelegenheit zu einer begleiteten Exkursion in die Metropolregion Hamburg. Die nationalen Aspekte des Übungswesens der Bundeswehr wurden durch Vortragende aus dem Bereich des Ministeriums sowie durch Vertreter der deutschen Fähigkeitskommandos Kommando CIR, SKB, des Kommandos Heer, des Kommandos Luftwaffe, des Kommandos Sanität, des Marinekommandos und des BAIUDBw ergänzt. Neben der fachlichen Weiterbildung gab es natürlich auch Gelegenheit zum Networking und zum Gedankenaustausch, was das Seminar zusätzlich belebte. Die Lehrgangsteilnehmer betonten am Ende der Woche, dass sie eine Verstetigung des Pilotseminars in den kommenden Jahren sehr begrüßen würden. Das Feed-Back fiel somit sehr positiv aus und ist Antrieb und Motivation für eine Neuauflage des Seminars in 2018.