Autorin: Verena Hoffmann; Fotos: Lene Bartel

Hamburg, 06.12.2018

Der stellvertretende Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, Oberst i.G. Neumann, begrüßt die Gäste im Manfred-Wörner-Zentrum

Das Marinemusikkorps Kiel führte unter Leitung von Herrn Fregattenkapitän Friedrich Szepansky durch die Geschichte des Militärmusikwesens

 Austausch beim Empfang im Manfred-Wörner-Zentrum

 

 

Militärmusik in Geschichte und Gegenwart. Den Lehrgangsteilnehmern des LGAN 2017, deren Angehörigen sowie weiteren interessierten Gästen wurde am 21.11.2018 im Manfred-Wörner-Zentrum der Führungsakademie der Bundeswehr mittels eines Informationskonzertes eindrucksvoll die Einsatzmöglichkeiten sowie die Leistungsfähigkeit eines Musikkorps der Bundeswehr präsentiert. Die Wichtigkeit der Wahrnehmung dieser besonderen Tradition betonte Oberst Neumann, stellvertretender Kommandeur der Führungsakademie, in seinen Begrüßungsworten durch die Aufnahme des Informationskonzerts in den Lehrplan der zukünftigen Generalstabsoffiziere des laufenden Generalstabsdienst / Admiralstabslehrgangs.

Ein Mix aus Musikstücken und Vortragsblöcken

Das Marinemusikkorps Kiel führte an dem Abend in knapp zwei Stunden unter der Leitung von Herrn Fregattenkapitän Friedrich Szepansky durch die Geschichte, das Fähigkeitsprofil und das Leistungsspektrum des Militärmusikwesens. Dabei wechselten sich klassische, moderne und vor allem bekannte Musikstücke mit kurzen Vortragsblöcken ab und zeichneten somit eine erlebnisreiche Zeitreise durch die Epochen der Militärmusik für die begeisterten Zuhörer des voll besetzten Gneisenausaals.

Militärmusik als zentrales Element der soldatischen Tradition

Was macht Militärmusik zur Tradition des Soldatentums? Mit dieser Frage richtete sich Fregattenkapitän direkt an das interessierte Publikum. Noch anfangs verhalten in den Antworten wurde das Publikum durch ein reges Frage-Antwort-Spiel zwischen den historischen Passagen und den militärischen Stücken schnell immer mutiger. Ein Freiwilliger, der sein Truppensignal aus der Gemenge von 6 Signaltönen herausfinden sollte, war schnell gefunden. Dieses Experiment sollte zeigen, dass die Signaltöne des Trompeters zur Führung über Distanz auch im Gefecht von denen des Feindes differenziert werden musste.

„Türen öffnen, Gespräche fördern und Brücken bauen“

Am Ende des Abends stellte Fregattenkapitän Szepansky erneut die Frage, was Militärmusik im Sinne der Tradition ausmacht. Die Antworten wurden nach dieser Geschichtsstunde durch die Epochen vom Publikum richtig beantwortet: Die Militärmusik diente schon immer dazu, Zusammenhalt zu festigen und das Selbstverständnis zu prägen und ist seit Jahrhunderten fest im Militär verankert. Dabei gilt es nicht nur einen beeindruckenden und würdigen Rahmen bei Übergaben von Großverbänden zu bilden, sondern auch Türen zu öffnen, Gespräche zu fördern und Brücken zu bauen. Dieser Austausch wurde beim anschließenden Empfang im Foyer des Manfred-Wörner-Zentrums mit Speis und Trank noch ausgiebig gefeiert.