Autor: Sascha Kunze; Fotos: Lene Bartel

Hamburg, 09.11.2018

Generalmajor Kohl begrüßt den Kommandeur der niederländischen Landstreitkräfte

Generalleutnant Leo Beulen beim Eintrag in das Gästebuch der Akademie

Generalleutnant Beulen trägt zur deutsch-niederländischen Kooperation vor

Mit dieser Kernbotschaft beendet Generalleutnant Beulen seinen Vortrag

 

 

Der Kommandeur der Führungsakademie (FüAkBw), Generalmajor Oliver Kohl, begrüßte in Hamburg den Kommandeur der niederländischen Landstreitkräfte, Generalleutnant Leo Beulen. Der Besuch begann mit dem offiziellen Foto, der traditionellen Eintragung in das Gästebuch der Akademie und einem gemeinsamen Mittagessen beider Kommandeure mit niederländischen Lehrgangsteilnehmenden des Lehrgangs Generalstabsdienst / Admiralitätsstabsdienst National (LGAN) 2017.

Vortrag vor den Lehrgangsteilnehmern

Im Anschluss informierte Generalleutnant Beulen die deutschen und internationalen Lehrgangsteilnehmenden der Teilstreitkräfte Heer und Marine sowie die deutschen Heeresuniformträger des internationalen Lehrgangs Generalstabsdienst / Admiralitätsstabsdienst (LGAI 2018) und interessiertes Stammpersonal der Akademie über die deutsch-niederländische Kooperation und die Weiterentwicklung der niederländischen Landstreitkräfte. Einleitend gab er einen kurzen Überblick über die Aufgaben und Struktur und betonte dabei besonders die Refokussierung auf die Landes- und Bündnisverteidigung.

Von der Kooperation zur Integration

Die Zusammenarbeit ist einzigartig. Sie stellt auch innerhalb der NATO ein herausragendes Beispiel multinationaler Zusammenarbeit dar, die seit rund 20 Jahren zwischen beiden Nationen gut eingespielt ist. Wie gut dieses funktioniert, manifestiert sich anhand der wechselseitigen Unterstellungen deutscher und niederländischer Verbände in jüngster Vergangenheit. Insbesondere die Aufstellung eines deutsch-niederländischen Panzerbataillons dokumentiert mittlerweile die Integration bis auf die unterste taktische Ebene. "Wichtige Grundlage für eine derartig funktionierende Zusammenarbeit ist Respekt und Toleranz", so General Beulen.  „Wir kombinieren aber auch die deutsche Gründlichkeit mit dem niederländischen Improvisationsvermögen“, wie er schmunzelnd herausstellte.

Sicherheit durch Weitsicht

Hierbei gewährte der niederländische Generalleutnant Einblicke in eine Vision der niederländischen Streitkräfte für die nächsten 15 Jahre. Die Wiederherstellung der Balance zwischen Kampf und Kampfunterstützung innerhalb der Streitkräfte stellte er dabei als klares Ziel heraus. Zukünftig käme es für die Landstreitkräfte auf die Beweglichkeit, Intensivierung der Zusammenarbeit, Stärkung der Verbindung Mensch und Technologie sowie auf die Verbesserung der Fähigkeit zum Kampf in der Tiefe und im urbanen Umfeld an. Im Kern der Vision stehen einsatzbereites Personal, zukunftsfähige Technologie und effektive Ideen des Gefechts.

Angeregte Diskussion

Angeregt von den Ausführungen des Generalleutnant Beulen stellten die Lehrgangsteilnehmenden zahlreiche Fragen und eröffneten eine lebhafte Diskussion. Die abschließende Fragerunde verdeutlichte einerseits das Interesse und andererseits die Relevanz seines Besuches. Resümierend stellt der Akademiekommandeur fest, dass die deutschen und niederländischen Streitkräfte den gleichen Herausforderungen gegenüberstehen und ihnen nur gemeinsam begegnet werden kann. Mit Blick auf die internationalen Lehrgangsteilnehmenden verwies er auf die deutsch-niederländische Kooperation als mögliche Blaupause.