Autor: Christoph Weigmann; Fotos: Katharina Roggmann

Hamburg, 11.01.2018

Botschafter Dr. Gambat Damba beim Eintrag ins Gästebuch der Akademie

Botschafter Dr. Gambat Damba beim Eintrag ins Gästebuch

Konteradmiral Carsten Stawitzki begrüßt die Delegation aus der Mongolei

Konteradmiral Stawitzki begrüßt die Delegation der Mongolei

Konteradmiral Carsten Stawitzki und Botschafter Dr. Gambat Damba

Konteradmiral Stawitzki und Botschafter Dr. Gambat Damba

Beim Tischgespräch im Büro des Kommandeurs: Honorarkonsul Dr. Reinberg, Frau Oberst Orosoo, Botschafter Dr. Damba, Konteradmiral Stawitzki, (v.li.n.re.)

Beim Tischgespräch im Büro des Kommandeurs: Honorarkonsul Dr. Reinberg, Frau Oberst Orosoo, Botschafter Dr. Damba, Konteradmiral Stawitzki, (v.li.n.re.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es war fast wie ein Besuch unter alten Freunden. Als diese Woche der Botschafter der Mongolei, Dr. Gambat Damba, zu Gast in der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) war, kam er auf eigenen Wunsch: aufgrund der engen Verbundenheit der beiden Länder. Er fügte diesen Besuch seinem offiziellen Antrittsbesuch in der Freien und Hansestadt Hamburg an und nutzte seinen Aufenthalt in dieser Stadt, um die Bedeutung der langjährigen Verbindung zwischen der Mongolei und der Führungsakademie zu betonen. Begrüßt wurden der Botschafter und seine Delegation durch den Hausherren der Akademie, Konteradmiral Carsten Stawitzki.

Ein bleibendes Zeichen

Ein bleibendes Zeichen hinterließ der Botschafter gleich zu Beginn seiner Ankunft an der Führungsakademie. Der zusammen mit dem Honorarkonsul der Mongolei in Hamburg, Dr. Marcus Reinberg, dem Verteidigungsattaché an der Botschaft der Mongolei, Oberst Ariunaa Orosoo, dem Botschaftsrat Yondon Battumur und Botschaftsrätin Munkhjargal Luvsandorj, angereiste Botschafter trug sich gleich zu Beginn ins Gästebuch der Akademie ein.

Überblick über das, was FüAK ist

Bei der folgenden Kurzunterrichtung konnte sich die mongolische Delegation ein erstes Bild über die Ausbildung des mongolischen Teilnehmers am internationalen Lehrgang Generalitätsstabsdienst / Admiralitätsstabsdienst (LGAI) machen. Hierzu führte Oberst i.G. Frank Wasgindt die Besucher einmal virtuell durch die Ausbildung. Derzeit bildet die Führungsakademie 73 internationale Lehrgangsteilnehmer aus 43 Nationen aus, die zusammen mit 17 deutschen Lehrgangsteilnehmern in vier Hörsäle aufgeteilt sind. Wie an der FüAk üblich, findet auch die LGAI-Ausbildung grundsätzlich streitkräftegemeinsam statt.

Deutschunterricht in Köln

So stehen den 38 internationalen Angehörigen der Army 18 Airforce- und 15 Navy-Offiziere gegenüber. Die Ausbildungsinhalte orientieren sich an dem des deutschen Generalstabsdienst / Admiralitätsstabsdienstlehrgangs (LGAN). Jedoch findet die LGAI-Ausbildung in zeitlich komprimierterer Form statt. Das hat seinen Grund unter anderem darin, dass die ausländischen LGAI-Teilnehmer einen einjährigen Deutschkurs an der Bundessprachenschule in Hürth bei Köln absolvieren, bevor sie nach Hamburg kommen.

Ein OTL der Mongolei an der FüAk

Von diesem Angebot profitiert auch Lieutnant Colonel Erdenebileg aus der Mongolei, der an der Unterrichtung teilgenommen hat. 26 Mitglieder der mongolischen Armee hat die Mongolei seit 1993 an der FüAk im LGAI ausbilden lassen, wie Colonel Orosoo herausstellte. Davon haben zehn bereits erfolgreich an ISAF-Einsätzen in verantwortlicher Position teilgenommen. Nächstes Jahr wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein ehemaliges LGAI-Mitglied zum General befördert. Insgesamt waren 123 Soldaten aus der Mongolei zu unterschiedlichen Lehrgängen und Modulen nach Deutschland geschickt worden. „Es ist ein stetiger Austausch, der lebt.“

Die Highlights sind die Reisen

Die Reisen, die der LGAI durch viele Städte Deutschlands, nach Brüssel und Wien unternimmt, sind die Highlights des Lehrgangs. Insbesondere in Berlin erhalten die ausländischen Akademiemitglieder neben der Tour durch Berlin und Potsdam einen Einblick in den Deutschen Bundestag, ins Kanzleramt, ins Bundespräsidialamt, ins Bundesverteidigungsministerium und ins Entwicklungshilfeministerium und erleben so die Institutionen der deutschen Demokratie.

Gute Beziehung wird gelebt

Ein weiteres Highlight beim Besuch des mongolischen Botschafters stellte das gemeinsame Mittagessen mit dem Kommandeur und dem mongolischen LGAI-Teilnehmer dar. Danach kam der Besuch der Delegation in Hamburg auch dem Ende entgegen. Zurück bleibt das Wissen darum, dass die guten Beziehungen zur Mongolei noch einmal erneut gefestigt worden sind. Danke für Ihren Besuch, Exzellenz.