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Lehrinhalte

»Fähigkeit, Kräfte des Heeres für Einsätze auftrags­gerecht so bereit­zustellen, dass sie in der Lage sind, in allen Operations­arten lagegerecht rasch in jeder möglichen Intensität eskalations- sowie deeskala­tions­fähig handeln zu können.«

Inspekteur des Heeres:
Vorläufige Weisung Einsatzbereitschaft Heer, vom 19.08.2002



Kompetenzfelder

Die Heereslehre in der Aus- und Fortbildung
der Stabs- und Generalstabsoffiziere

  • ist aktuell, zeitgemäß und modern,
  • orientiert sich am Bedarf des Heeres,
  • bezieht sich auf Erfordernisse der Praxis,
  • ist offen für ständige Weiterentwicklung,
  • befähigt angehende Stabs- und Generalstabsoffiziere, allen heutigen und zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.

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Bild : Bildliche Darstellung der Philosophie der Heereslehre.Zoom
Bildliche Darstellung der Philosophie der Heereslehre.(Quelle:FüAkBw)

Philosophie

Der Heereslehre liegt die Über­zeugung zugrunde, dass in der Truppenführung die Befähigung von Führern und Führer­gehilfen zur Planung und Führung des Gefechts der Verbundenen Waffen die Voraussetzung dafür bildet, Aufgaben im gesamten Aufgabenspektrum von Kräften des Heeres, also auch im Einsatz der Verbundenen Kräfte, zu bewältigen.

Das Zusammenwirken mit Kräften anderer Teilstreitkräfte und mit Streit­kräften anderer Nationen ist Bestandteil erfolgreicher Truppenführung. Den Ausbildungs­abschnitten und Übungen der Heereslehre liegen Lagen zugrunde, die sich an mög­lichen Einsatzoptionen für die Bundeswehr und dafür definierten Operations­kategorien orientieren.

Sehr große Operation
- im Rahmen von Landesverteidigung im Bündnisrahmen auf der Führungs­ebene einer Kampfbrigade im Rahmen der Gesamtstreitkräfte nach deren vollständiger Mobil­machung.

Große Operation
- im Rahmen Kollektiver Verteidigung zur Unterstützung von Bündnispartnern auf der Führungsebene Division mit Kräften einer deutschen Division ohne Mobil­machung unter Führung eines multinationalen Korps
- im Rahmen eines Einsatzes zur Friedenserzwingung auf der Führungsebene eines multinationalen Korps mit Beteiligung einer deutschen Division ohne Mobil­machung.

Mittlere Operation und Kleine Operation
- im Rahmen von Friedensmissionseinsätzen auf der Führungsebene eines Nationalen Einsatzkontingents unter der Einsatzführung eines multinationalen Kommandos.
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Bild : Planungszyklus der HeereslehreZoom
Planungszyklus der Heereslehre(Quelle:FüAkBw)

Richtschnur

Die Dozenten Truppenführung / Tutoren und die Dozenten Führungsgrundgebiete und Truppengattungen planen fortlaufend zukünftige Lehrgänge und begleiten diese anschließend fachlich. Dabei geben die Dozenten den Lehrgangsteilnehmern Hilfe­stellung, stellen fachliche Expertise bereit und bewerten die Ergebnisse der Stabsarbeit in ihrem Zuständigkeits­bereich.

Damit leisten die Dozenten einen wesentlichen Beitrag zur Auswertung des jeweiligen Lehrgangs. Die Ergebnisse daraus legen einen Grundstein für die Weiterentwicklung der Lehre.
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Kernelemente

Führung im Heer im Aufgabenspektrum
(Führungs- und Einsatzgrundsätze, Führungsprozess, Führungssystem, Führungsverfahren)

Erwerben von Kernfähigkeiten und Schlüsselqualifikationen von Führern und Führergehilfen im Heer


Das Gefecht der Verbundenen Waffen
(High Intensity Operations - Kriegsführung)

Planen und Führen des Gefechts von Großverbänden in allen Gefechtsarten auf den Ebenen Brigade, Division, Korps und Land Component Command)


Der Einsatz der Verbundenen Kräfte
(Low Intensity Operations - Friedensmissionen)

Planen und Bereitstellen von Kräften eines Nationalen Einsatzkontingents (GECON) und dessen Führung durch ein multinationales Kommando.
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Stand vom 06.06.2007