Bundeswehr Logo

Sie sind hier: Über uns > Auftrag der Akademie

Auftrag der Akademie


MENS AGITAT MOLEM, der GEIST BEWEGT DIE MATERIE, ist der Leit­spruch der Führungs­akademie der Bundes­wehr. Hierin spie­gelt sich das Selbst­verständ­nis der höchs­ten militä­rischen Ausbildungs­einrichtung der Bundes­wehr wider, deren Auf­trag es ist, dem Führungs­personal der deut­schen Streit­kräfte militä­risches Kön­nen einer­seits und eine wissen­schaft­liche Bil­dung anderer­seits zu ver­mitteln.

Bild : Lehrgangsteilnehmer im Hörsaal
Zoom
Lehrgangsteilnehmer im Hörsaal
(Quelle: FüAkBw)

Auftrag

Kern des Auf­trags der Führungs­akademie der Bundes­wehr ist die Aus-, Fort- und Weiter­bildung bereits berufs­erfahrener Offi­ziere für die Verwen­dung als Stabs­offizier. Die Aus­bildung der Offi­ziere er­folgt größten­teils streit­kräftegemeinsam.

An der Führungs­akademie befin­den sich ständig mehr als 600 Lehrgangs­teil­nehmer, davon ca. 100 auslän­dische Offi­ziere aus etwa 50 Nationen. Pro Jahr bildet die Führungs­akademie über 2.000 Lehrgangs­teilnehmer in den ver­schiedenen Lehr­gängen und Semi­naren aus.

Insge­samt haben bisher über 2.100 auslän­dische aus mehr als 100 Natio­nen und über 4.500 deut­sche Offi­ziere an der General­stabs-/Admiral­stabs­dienstaus­bildung teilge­nommen.

Die Führungs­akademie der Bundes­wehr unter­hält enge Kon­takte zu vergleich­baren Einrich­tungen von Streit­kräften alli­ierter und befreun­deter Staaten. Dies um­fasst gegen­seitige Besuche, Austausch­programme und Aus­bildungs­unter­stützungen auf allen Ebenen.


Neue Anfor­derungen

Seit Gründung der Führungs­akademie der Bundes­wehr im Jahre 1957 wurde immer da­rauf geachtet, den aktu­ellen Entwick­lungen in Politik, Gesell­schaft, Tech­nik und Militär Rech­nung zu tra­gen. Insbe­sondere die aktu­ellen Entwick­lungen in der Welt der letz­ten Jahre, begin­nend mit dem Ende der Ost-West-Konfron­tation über die Ein­sätze der Bundes­wehr auf dem Balkan bis hin zu den terro­ristischen An­schlägen vom 11. Septem­ber 2001 in New York, fordern einen ganz neuen Typ von Stabs­offizier.

Neben den klas­sischen Fertig­keiten wird der militä­rische Führer zunehmend in nichtmili­tärische Dimen­sionen invol­viert sein. Kon­takte mit der Zivil­bevölkerung, Koordinations­prozesse mit Nicht­regierungs­organisationen, Konfron­tation mit fremden Kul­turen, Auseinander­setzung mit schwie­rigen völker­rechtlichen Situa­tionen sind zusätz­liche Forde­rungen an die zukünf­tige Stabs­offizier­ausbildung. Die Führungs­akademie der Bundes­wehr ist der Ort, an dem das Voraus­denken in sicherheits­politischen und militä­rischen Dimen­sionen einen bevor­zugten Platz hat, bevor sich der Offi­zier im Stabs­dienst oder General­stabsdienst den fordernden Alltags­geschäften stellen muss. Zentrale Merk­male dieses All­tages sind die Multi­nationali­tät und die streit­kräftegemein­same Erfüllung der anspruchs­vollen Auf­gaben.
zum Seitenanfang nach oben .


Bild : Kopfbedeckungen aus verschiedenen LändernZoom
Kopf­bedeckung der am Lehrgang teil­nehmen­den Länder
(Quelle: FüAkBw)

Multinationalität

Die bunte Viel­falt der multina­tionalen und multi­kulturellen Zusammen­arbeit in den Lehr­gängen und Seminaren und die Verpflich­tung zu Tole­ranz, Individua­lismus, Mensch­lichkeit und Team­fähigkeit stellen ein unverwechsel­bares Marken­zeichen der Akademie dar. Das fried­liche und tole­rante Mitein­ander wird hier nicht postu­liert, sondern prakti­ziert. Dies spie­gelt sich darin wider, dass unter den mehr als 600 Lehrgangs­teilnehmern, die ständig an der Führungs­akademie der Bundes­wehr weilen, sich ca. 100 auslän­dische Offi­ziere aus etwa 50 Nationen befinden.

Seit 1962 findet der zehn­monatige Lehr­gang General­stabs-/ Admiral­stabsdienst mit interna­tionaler Betei­ligung regel­mäßig in der Akademie statt. Dieser Lehr­gang bietet Offi­zieren aus Nicht-NATO/EU-Staaten die Möglich­keit, an der Aus­bildung in Ham­burg teilzu­nehmen. Neben Kennt­nissen aus dem Berufs­feld der Stabs­offiziere erhalten die auslän­dischen Gäste ein sehr umfas­sendes Bild der Bundes­republik Deutsch­land. Der Stand­ort Hamburg als inter­nationale Stadt und "Tor zur Welt" bietet dazu die besten Voraus­setzungen.
zum Seitenanfang nach oben .


Streitkräfte­gemeinsame Aus­bildung

Die Arbeit in interna­tionalen Stä­ben fordert vom heu­tigen Stabs­offizier die Fähig­keit, über seine Teil­streit­kraft hinaus zu planen und ent­sprechende Ein­sätze zu führen. Es gilt zu vermit­teln, dass die den heu­tigen Streit­kräften über­tragenen Auf­gaben, gekenn­zeichnet durch eine erwei­terte räum­liche Dimen­sion, deut­lich redu­zierte Um­fänge und die Viel­schichtig­keit des erwei­terten Aufgaben­spektrums, nur durch die syner­getische Zusammen­führung der einzelnen Teil­streit­kräfte bewältigt werden können. Mit dem Fach­zentrum Plan­übungen hat die Führungs­akademie im März 2000 eine Ausbildungs­einrichtung in Be­trieb genommen, in der die Aus­bildung unter Ein­satz moderns­ter Informations­technik durch­geführt werden kann. Für die Simu­lation des verbun­denen Ein­satzes von Land-, Luft- und See­streit­kräften steht somit eine zeit­gemäße Aus­stattung zur Verfü­gung. Das Zentrum ist nach dem 1995 versto­rbenen deutschen NATO-General­sekretär Manfred Wörner benannt, dessen Initia­tiven bis heute auch die Umge­staltung der Lehre an der Führungs­akademie der Bundes­wehr prägen.
zum Seitenanfang nach oben .


Stabs­offizier­ausbildung

Die Einsatz­fähigkeit der Bundes­wehr wird wesent­lich durch die Quali­tät ihrer Führungs­kräfte be­stimmt. Hier kommt der Führungs­akademie der Bundes­wehr eine ganz beson­dere Verant­wortung zu, denn hier werden alle Berufs­offiziere des Truppen­dienstes im Be­reich Lehr­gänge zu Stabs­offizieren aus­gebildet. Der Basis­lehrgang ist der Stabs­offizierlehr­gang. In diesem Lehr­gang werden auch Erkennt­nisse über die weitere Ver­wendungs­planung der Offi­ziere gewonnen. Der weitaus größte Anteil der Absol­venten des Stabs­offizier­lehrganges besucht später den Stabs­offizier­fortbildungs­lehrgang und nur ein kleiner Anteil wird für die Teil­nahme am Lehr­gang General­stabs-/ Admiral­stabsdienst ausge­wählt werden. Ziel der nationalen General­stabs-/ Admiral­stabausbil­dung ist es, den Stabs­offizier dazu zu befähigen, Aufgaben im Frieden, in Krisen und unterschiedlichen Konfliktformen, natio­nal und inter­national, insbeson­dere im Rahmen von NATO und EU, streit­kräftegemein­sam und auf allen Führungs­ebenen selb­ständig und verant­wortlich wahrzu­nehmen. Berufser­fahrene Stabsof­fiziere erhal­ten eine Aus- und Weiter­bildung in ausge­wählten, zum Teil aufeinander aufbau­enden Ausbildungs­abschnitten aus einem Angebot von über 30 unter­schiedlichen Lehr­gängen und Semi­naren pro Jahr.
zum Seitenanfang nach oben .


Ausblick

Poli­tische und militä­rische Verän­derungen for­dern neben der Umset­zung der prakti­schen Auswir­kungen vor allem die geis­tige Bewäl­tigung. Struk­turen, Organi­sation und Technik können meist schnell den gege­benen Rahmen­bedingungen ange­passt werden. Aber auch die geis­tige Neuorien­tierung des Führer­korps muss dieser Dynamik folgen. Für die Führungs­akademie der Bundes­wehr ist dieses Heraus­forderung und An­sporn zu­gleich, den Lehrgangs­teilnehmern das geis­tige und prak­tische Rüst­zeug zu vermit­teln, das sie benö­tigen, die künf­tigen Auf­gaben zu bewäl­tigen. Dieses gilt insbesondere für die General­stabs-/ Admiral­stabsaus­bildung, werden doch hier die Führungs­kräfte für das nächste Viertel­jahrhundert ausge­bildet. Dazu gehört auch, dass auf­grund der immer viel­fältiger werden­den interna­tionalen Verflech­tungen Multina­tionalität und Streit­kräfte­gemeinsam­keit nicht als Schlag­wort, sondern als Impera­tiv betrach­tet werden müssen.
zum Seitenanfang nach oben .



.
zum Seitenanfang nach oben
Diese Seite Druckansichtdrucken      weiterempfehlenweiterempfehlen || Kontaktieren Sie uns mit einem Feedback an die Webredaktion Kontakt
Stand vom 08.02.2007