Autor: Philip Diebold ; Fotos: Katharina Junge

Hamburg, 04.07.2017

Zahlreiche Generale und Admirale bei der Ergebnispräsentation

Generalleutnant Martin Schelleis, General Volker Wieker und Konteradmiral Carsten Stawitzki

Zuhörer folgen interessiert dem Geschehen

Mit Decken und Notrationen versorgt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der 12. Streitkräftegemeinsame Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst National (LGAN) hat zur Ergebnispräsentation seiner Studienphase nach Hamburg geladen. „Landes- und Bündnisverteidigung neu denken – Deutschlands Rolle in der Verteidigung Europas“. Zu diesem Thema haben sich die Lehrgangsteilnehmer knapp vier Wochen lang über unterschiedliche Herausforderungen und Fragestellungen für die Bundeswehr Gedanken gemacht.

Große Resonanz

„Die Akademie muss als Think Tank auch das Undenkbare denken“, erklärt Konteradmiral Carsten Stawitzki, der Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, und verweist damit auf das Potenzial, das die FüAk gerade mit dem LGAN hinsichtlich einer seiner Denkfabrik-Arbeit besitzt. Dass der Lehrgang mit dem Thema den Puls der Zeit getroffen hat, zeigte die große Resonanz aus dem Kreis der Bundeswehr-Führung. Über 60 Admirale, Generale und vergleichbare Zivilbeschäftigte aus allen Bereichen der Bundeswehr sind zur Ergebnispräsentation nach Hamburg gereist.

Finger in die Wunde gelegt

Anhand eines fiktiven, eskalierenden Krisenszenars wurden verschiedene Facetten der deutschen Rolle in der Verteidigung Europas beleuchtet. „Das Szenar war hervorragend geeignet, die notwendigen Handlungsfelder aufzuzeigen“, lobte Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, am Ende der Präsentation. Konteradmiral Carsten Stawitzki ergänzte, dass der Lehrgang „die richtigen Schwerpunkte gesetzt, Fragen gestellt und der Generalität und Admiralität eben auch die entsprechenden Hausaufgaben aufgegeben hat.“

Breites Spektrum

Aufgrund des breit angelegten Szenars wurden für jeden der Teilnehmer Anknüpfpunkte für seinen jeweiligen Aufgabenbereich geboten. „Die Defizite und Darstellungen wurden in einer Dichte dargestellt, wie ich es bisher selten präsentiert bekommen habe“, sagte Generalmajor Reinhardt Zudrop, Kommandeur des Zentrums Innere Führung, am Rande der Veranstaltung. Zur Verdeutlichung beigetragen haben nicht zuletzt die einfallsreichen multimedialen Elemente. Den Zuhörern wurden vorab aufgenommene Nachrichtensendungen geboten, sie konnten sich selbst „im Fernsehen“ bewundern und wurden schlussendlich sogar mit Decken und Notrationen versorgt, als das Szenar sich dem Ende zuneigte. Eine äußerst gelungene Veranstaltung, waren sich alle Beteiligten einig.