Autor: André Withake ; Fotos: Katharina Junge

Hamburg, 14.06.2017

Konteradmiral Carsten Stawitzki begrüßt den südkoreanischen Delegationsleiter, Captain Prof. Sung Woo Jang

 

Die Delegation aus Teilnehmern aller südkoreanischen Teilstreitkräfte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter der Leitung von Captain Prof. Sung Woo JANG besuchte eine knapp 30köpfige koreanische Delegation der Joint Forces Military University aus Daejeon die Führungsakademie der Bundeswehr.

Partnerschaftliche Beziehungen

Der jährlich stattfindende Besuch mit immer wechselnden Teilnehmern ist inzwischen schon fast eine Institution des freundschaftlichen Austausches. Dazu gehört auch, dass zur Zeit drei Lehrgangsteilnehmer der Republik Korea den internationalen General- und Admiralstabslehrgang (LGAI) an der Führungsakademie besuchen und damit ein ganzes Jahr lang einen Einblick in die deutschen Streitkräfte erhalten.

Ehrlicher Erfahrungsaustausch

Nach einer Begrüßung durch den Akademiekommandeur, Konteradmiral Carsten Stawitziki, wurde die Delegation von Kapitän zur See Holger Naumann betreut. Einer Akademievorstellung und einer Einführung in den LGAI folgte ein Vortrag über Konzeption und Ausbildung für streitkräftegemeinsame Operationen. Die Qualifizierungsanforderungen für den nationalen bzw. internationalen General- /Admiralstabslehrgang standen zunächst im Interesse der Besucher. Anschließend gab es noch genug Stoff für Fragen, die sich besonders auf die deutsche Wiedervereinigung und den Aufbau des Kommandos Cyber- und Informationsraum (CIR) bezogen. Die Delegation fragte nach den besonderen Herausforderungen bei der Eingliederung der ehemaligen NVA in die gesamtdeutschen Streitkräfte und war zugleich daran interessiert, die Vielfalt der Aufgaben des CIR vor dem Hintergrund der weltweit wachsenden Cyberbedrohung kennenzulernen. Neben den Fragen zur deutschen Wiedervereinigung ging es abschließend auch um die Fragen einer gemeinsamen europäischen Verteidigungspolitik und deren spezifischen Herausforderungen.

Vorfreude auf 2018

Mit einem Ausblick auf den nächsten Besuch im kommenden Jahr bedankte sich die Delegation für die herzliche Aufnahme und setzte ihre Europareise in Richtung Rheinland fort.