Autor: Major Nicolai Völker, OFA Dr. Michael Froneberg; Fotos: Major Nicolai Völker, OFA Dr. Michael Froneberg

Hamburg, 03.04.2017

decoration / Dekoration

„Krisenstrategien" - Zusammenhang von Global Health und Secrurity

decoration / Dekoration

Flottillenarzt Dr. Haggenmiller führte fachkompetent in die Thematik ein

decoration / Dekoration

Gesundheit weltweit anstreben - Oberfeldarzt Benner über die gemeinsame grenzüberschreitende Kooperation

decoration / Dekoration

Kein Thema nur für Ärzte - Zusammenarbeit bildet die Zielsetzung des Seminars

„Global Health“ und „Security“ – zwei Begrifflichkeiten, die im Allgemeinen getrennt voneinander betrachtet werden. In der Krisensituation fällt jedoch auf, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen ihnen besteht. Diesen aufzuzeigen und den Lehrgangsteilnehmern der nationalen General- und Admiralsstabdienstausbildung zu verdeutlichen, war die Zielsetzung des Seminarblocks „Krisenstrategien“. Traditionell ausgerichtet und organisiert vom Fachbereich Politik- und Gesellschaftswissenschaften der Führungsakademie fand deshalb das zuletzt durchgeführte Seminar in enger Zusammenarbeit mit dem Bereich Sanitätsdienst und Gesundheitswissenschaften statt.

Umfassende Betrachtung

Unter den Schlagworten Globale Gesundheit und Sicherheit sollten die Seminarteilnehmer eine umfassende, ressortübergreifende Darstellung der Zusammenhänge zwischen „Global Health“ und „Security“ sowohl auf politischer als auch operativer Ebene erhalten. An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) teil.

Potenzieller Krisenfaktor

Unter der Federführung von Oberfeldarzt Thomas Benner und mit Unterstützung des Flottillenarztes Dr. Christian Haggenmiller näherten sich die am Seminar teilnehmenden der Thematik durch Impulsvorträge, Literaturrecherche und eigen erstellte Präsentationen. Jeder erblickte sehr schnell, dass Krankheiten das Potenzial haben, globale Krisen auszulösen. Die „spanische Grippe“ von 1918, aber auch aktuelle Fälle wie SARS, EHEC oder der letzte Ebola-Ausbruch in Liberia, Sierra Leone und anderen west-afrikanischen Staaten waren einige der beleuchteten Beispiele.

Zusammenarbeit gefordert

Exemplarisch zeigten diese die Relevanz multinationaler Kooperationen im Gesundheitssektor auf allen Handlungsebenen. Das Fazit lautete: Gesundheit weltweit anzustreben bedeutet, gemeinsam die grenzüberschreitende Dimension von Krankheiten und Gesundheitsrisiken zu erkennen. Ebenso im Fokus muss das Erarbeiten von ganzheitlichen Lösungen stehen – von der Entwicklung politischen Richtlinien bis hin zur Koordination der Kooperation von Akteuren am Ort der Krise.

Ressortübergreifende Aufgabe

Die verschiedenen Blickwinkel auf die Themenstellung brachten die Vorträge der externen Vertreter. Dr. Mathias Bonk von der WHO beleuchtete den globalen Aspekt, während Heiko Warnken (BMZ) und Annette Bremer (GIZ) im Anschluss die nationale Perspektive im Umgang mit dieser Thematik aufzeigten. „Global Health“ ist ressortübergreifend bei der Betrachtung von Krisenstrategien relevant – auch mit Schnittmengen für die Bundeswehr, wenn man Gesundheit im Zusammenhang mit Sicherheit betrachtet. Nicht also nur Thema für Ärzte – dies deutlich zu machen, war Ziel des Seminars.