Autor: Martin Simberg ; Fotos: FüAk

Hamburg, 21.06.2017

Grundlagendokument für Kompetenzentwicklung

Diskussion gehört dazu

Grundlagen werden im Vortrag vermittelt

Was ist Kompentezorientierung?

Eigene Erfahrungen sind gefragt

Verschiedene Ausbildungsmethoden kommen zum Einsatz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bundeswehr ist mit den frei am Markt operierenden Unternehmen in vielen Aspekten vergleichbar. Das Gewinnen und Weiterqualifizieren von Fach- und Führungskräften ist für die Bundeswehr die zentrale Herausforderung der nächsten Jahre. Das Bildungsangebot trägt maßgeblich zur Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber bei. Es ist eine wesentliche Säule der Personalentwicklung und unterstützt als Teil des lebenslangen Lernens die Kompetenzentwicklung der Bundeswehrangehörigen.

Einsatzorientierte Weiterbildung

Doch der Blick auf die Kompetenzen der Soldaten und Soldatinnen ist vor allem auch vor einem anderen Hintergrund notwendig: die Bundeswehr agiert weltweit. Damit ist die Einsatzorientierung der Gradmesser der Anforderungen an die Bundeswehrangehörigen. Die einsatzorientierte Handlungsfähigkeit soll durch kompetenzorientierte Aus-, Fort- und Weiterbildung noch besser gefördert werden. Aufbau, Erhalt und Weiterentwicklung von Kompetenzen der einzelnen Person rücken dabei immer stärker in den Mittelpunkt. Eine kompetenzorientierte Ausbildung muss Wissen, Können und Handeln schon beim Lernen zusammenbringen. Übergeordnetes Ziel der Kompetenzorientierung in der Bundeswehr ist der „erfolgreich“ handelnde Soldat. Dieser kann auch unter Belastung unbekannte Aufgaben und Problemstellungen erfassen, beurteilen und bewältigen.

Neue Methoden

Seit Beginn des Jahres läuft an der Führungsakademie der Bundeswehr die Umstellung des Basislehrgangs Stabsoffizier (BLS) auf die Inhalte der kompetenzorientierten Ausbildung (KOA). Mit der Erstellung der Lernfelder wurde nunmehr ein wesentlicher Meilenstein erreicht. Um die Kompetenzen und Fähigkeiten der Lehrgangsteilnehmenden für die zukünftigen Verwendungen und Laufbahnen möglichst umfassend herausfiltern zu können, hat die Führungsakademie das Modell für den BLS neu erstellt.

Warum BLS?

Der BLS ist ein dreimonatiger Laufbahnlehrgang, an dem alle Berufsoffiziere vor dem Schritt zum Stabsoffizier teilnehmen müssen. Grundsätzlich können diese erst nach erfolgreicher Teilnahme im Anschluss an den Lehrgang in den Dienstgrad Major bzw. Korvettenkapitän befördert werden. Zusätzlich gibt dieser Lehrgang für die Teilnehmenden einen Hinweis für den weiteren Werdegang hinsichtlich der Eignung für einen späteren Generalstabs-/Admiralstabslehrgang. Militärfachliches Grundlagen- und Methodenwissen ist dabei ebenso Inhalt des Lehrgangs wie die Vermittlung von sicherheitspolitischen Zusammenhängen, die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen und dem Konzept der Inneren Führung.

Kompetenzen - gemessen an der Wirklichkeit

Abgeleitet aus dem Kompetenzmodell der Bundeswehr mit seinen Grund- und Teilkompetenzen hat die Führungsakademie zunächst ein „Basiskompetenzprofil Stabsoffizier der Bundeswehr“ entwickelt. Dieses Profil beschreibt die Teilkompetenzen, die die angehenden Stabsoffizier zum Ende der Ausbildung im BLS erreichen sollen. In einem zweiten Schritt ist das „Basiskompetenzprofil“ mit den Inhalten des aktuellen Lehrplans verglichen worden. Diese Phase zeigte deutlich, wie gut die bisherige Ausbildung der Führungsakademie auch den neuen Vorgaben mit dem Schwerpunkt Kompetenzentwicklung bereits Rechnung getragen hat. Bis auf wenige Ausnahmen haben die Lehrinhalte die Vorgaben dieses „Basiskompetenzprofils“ bereits erreicht. Nur wenige Anpassungen waren notwendig. Für den dritten Schritt ist nun das Berufsfeld, also die künftigen Tätigkeiten des „Stabsoffiziers der Bundeswehr“, analysiert worden. Die wesentlichen Aufgaben sowie die dafür notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse wurden identifiziert und in „differenzierten beruflichen Handlungen“ beschrieben.

„Fachlichkeit des Stabsoffiziers“

Aus dem Ergebnis dieses Prozesses konnten allgemeine Anforderungen an die fachlichen Kenntnisse eines Stabsoffiziers formuliert werden. Dabei geht es aus Sicht der Führungsakademie für den Lehrgangsteilnehmer des BLS in erster Linie um das bundeswehr- und streitkräftegemeinsame Wissen sowie um die Formen und Verfahren der Stabsarbeit auf verschiedenen Hierarchieebenen. Die vorangegangenen Analyseschritte sind notwendige Voraussetzung gewesen, um die Lernfelder für den BLS zu erstellen und daraus Lernsituationen abzuleiten. Die Lernfelder wurden mit wissenschaftlicher Unterstützung der szenaris GmbH entwickelt. Die Führungsakademie konnte auf deren Kompetenzen aus dem Abschlussbericht der Studie „Kompetenzorientierte Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Bundeswehr (KOA)“ und auf Erfahrungen aus bereits durchgeführten Umstellungen der Ausbildung an Bundeswehrschulen zurückgreifen.

Vom Lernfeld zum Kompetenzfeld

Die kompetenzorientierte Ausbildung wird in Lernfeldern beschrieben, die aus den Handlungsfeldern abgeleitet werden. Innerhalb der Lernfelder werden konkrete Kompetenzen formuliert, wie z.B. „Grundlagen, Abläufe, Formen und Verfahren der nationalen Stabsarbeit anwenden“. Es wird ein Kompetenzziel vorgegeben, etwa „Die Lehrgangsteilnehmer wenden die Verfahren der Stabsarbeit in ihrem beruflichen Alltag zweckmäßig und situationsgerecht an“. Darüber hinaus werden in den Lernfeldern Vorschläge für die Gestaltung der Lernsituation und für die zu vermittelnden wesentlichen Teilkompetenzen gemacht. Die konkrete Ausgestaltung der Lernsituation und die Umsetzung liegen in der Verantwortung des jeweiligen Dozenten.

Gut aufgestellt für die Zukunft

Mit der Erarbeitung der Lernfelder ist die Grundlage geschaffen, um die bisher theoretischen Überlegungen praktisch umzusetzen. Hierzu sollen bis 2018 die entsprechenden Lernsituationen entwickelt werden. Auf dieser Basis wird die Führungsakademie ab den BLS-Durchgängen 2018 erfolgreich kompetenzorientiert ausbilden können. Am Ende schließt sich der Kreis: die Führungsakademie stellt sicher, dass die Bundeswehr ein attraktiver Arbeitgeber bleibt und die Stabsoffiziere der Bundeswehr einsatzorientiert ausgebildet sind.

 

 

 

 

Autor: Axel Schönborn ; Fotos: Katharina Junge

Hamburg, 20.06.2017

Admiral Stawitzki begrüßt chinesischen General Xiao

Kommandeur der Führungsakademie mit dem Vizepräsident der Uni

Delegation vor dem Manfred-Wörner Zentrum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die chinesische National Defense University (NDU) besuchte die Führungsakademie der Bundeswehr im Rahmen ihrer Deutschlandreise. Die Delegation bestand aus knapp zwanzig Generalen und Admiralen sowie weiteren Mitarbeitern der Universität. Der Vizepräsident der NDU, Generalleutnant Xiao, führte die Abordnung an. Die Führungsakademie war die letzte Station der chinesischen Delegation, die von München über Berlin nach Hamburg führte.

Fülle an Themen

Gelegenheit zum lockeren Gespräch und reichlich Fragen gab es zunächst beim Besuch der Ausstellung „Uniformierte Vielfalt“, die jüngst im Rahmen des Diversity Days eröffnet wurde. Der Kommandeur der Führungsakademie, Konteradmiral Carsten Stawitzki, nutzte währenddessen die Gelegenheit des Gesprächs mit dem Delegationsleiter. Es ging um Spitzenkräfteausbildung sowie Internationalität in der Ausbildung. Die Chinesen zeigten großes Interesse an den aktuellen Entwicklungen der Führungsakademie.

Kleines Einmaleines des Nordens

Außerdem wurden die hochrangigen Gäste mit verschiedenen Vorträgen auf den neusten Stand der Lehre an der Führungsakademie und dabei besonders den internationalen General- und Admiralstabsausbildung gebracht. Neben vielen Fachfragen durfte auch nicht der Hinweis auf die chinesische Übersetzung für „Moin Moin“ fehlen, um den Besuchern künftig einen Aufenthalt hier im Norden zu erleichtern.

Theorie und Praxis

Bei der Delegation erweckten die Ausführungen zum neugeordneten Basislehrgang Stabsoffizier ohne Prüfungen und mit dem Fokus auf kompetenzorientierte Ausbildung sowie zum Auswahlprozess und Lehrbetrieb besonderes Interesse. Durch die Anwesenheit der drei aktuellen chinesischen Lehrgangsteilnehmenden des internationalen General- und Admiralstabslehrganges ergab sich auch die Möglichkeit, Theorie und Praxis mit lebhaften Beispielen zu vergleichen.

Erinnerungswürdiger Besuch

Passend zum neu gelernten Wortschatz wurde die Delegation mit traditionellem Labskaus und Bier verabschiedet. Sie blickte dabei auf einen abwechslungsreichen, informativen Tag zurück und bedankte sich sehr herzlich bei Admiral Stawitzki für das detailreiche Programm.

 

 

 

 

Autor: Peter Wimmer ; Fotos: LGAI 2016

Hamburg, 19.06.2017

Ein Lächeln fehlte an diesem Abend auf keinem Gesicht

Die Stimmung ist sichtlich ausgelassen

Festliche Roben und viele Fotografen

Die Heimgesellschaft im festlich bereiteten Gewand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon einen Monat vor der offiziellen Übergabe der Lehrgangszeugnisse am 4. Juli 2017 feierte der Lehrgang Generalstabs-/ Admiralstabsdienst International (LGAI) einen festlichen Abschlussball im Kreise der Lehrgangsteilnehmenden und geladener Gäste in der Clausewitz-Kaserne.

Zahlreiche Rückblicke

Eröffnet wurde der Abend mit Ansprachen des Lehrgangsleiters des LGAI, Oberst i.G. Matthias Kohnen, sowie des Ehrengastes des Abends. Dieser war der Kommandeur der Führungsakademie, Konteradmiral Carsten Stawitzki. In Anlehnung an die historische Autorallye von Peking nach Paris 1907 führte er durch die wesentlichen Stationen des anspruchsvollen Lehrgangs – zahlreiche Boxen-Stopps in diversen Ländern, der Vergleich war überaus treffend.

Eindrucksvolles Resümee

Hauptmann Ali Al-Jawdah aus dem Irak wandte sich als Sprecher der internationalen Lehrgangsteilnehmer an die Anwesenden und zog ein Resümee der Ausbildung. Sein Dank für die umfangreiche Unterstützung galt im Namen aller Lehrgangsteilnehmenden dem Stammpersonal, den Mentoren, Tutoren, auserkorenen Lehrgangspaten, ehrenamtlich aktive Freunde der Führungsakademie, sowie dem „Freundeskreis Ausbildung ausländischer Offiziere“.

Spaß für alle Altersgruppen

Die anwesenden Damen in festlichen Roben stellten sich während des geselligen Teils des Abends tapfer der Herausforderung der internationalen Fotografen und posierten geduldig vor den aufgestellten Flaggen aus der ganzen Welt. Die interkulturelle Kompetenz, die unter den Lehrgangsteilnehmenden im vergangenen Jahr bereits ausgiebig gefördert wurde, war nun auch unter den zahlreichen anwesenden Kindern gefragt: Sie spielten zunächst im akademieeigenen Kindergarten und anschließend zwischen den fröhlichen Ballgästen bis zur Erschöpfung und trugen damit zu einer ausgelassenen Stimmung bei.

It’s magic

Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Magiers Reiner Zufall. Von Beginn an zog er sowohl die kleinen als auch die großen Gäste in seinen Bann und begeisterte alle mit seinen einzigartigen Zauberkünsten, die er direkt aus seiner „weltberühmten vierstündigen Show in Las Vegas nach Hamburg gebracht“ hat, wie er erklärt. Abgerundet wurde der Abend mit einer Eistorte mit dem Wappen des LGAI, die eine willkommene Abkühlung an diesem sonnig-warmen Tag darstellte.

Willkommen und Abschied

Bis tief in die Nacht feierte die Gästeschar aus knapp 40 verschiedenen Nationen ein fröhliches Fest und setzte damit dem Lehrgang einen würdigen ersten Abschluss. Gefeiert wurden auch die vielen neuen Freundschaften, die über den Globus erstrecken, und für viele abwechslungsreiche Sichtweisen gesorgt haben. Die Erwartung des zweiten Endes, der Zeugnisvergabe, ist definitiv bei allen von einem lachenden und einem weinenden Auge gekennzeichnet, einerseits Freude, wieder zu Hause zu sein, auf der anderen Seite Abschied nehmen zu müssen von einer Gemeinschaft, die im vergangenen Jahr sehr eng zusammen gewachsen ist und deren Kontakte die Zeit an der FüAk überdauern werden.

 

 

 

 

 

Autor: Inka v. Puttkamer ; Fotos: Laura Clayborn/ Katharina Junge

Hamburg, 16.06.2017

Admiral Stawitzki und General Zorn im Gespräch

General Zorn zur Führungskultur

Aufmerksame Zuhörer

Workshop mit BwConsulting

zivil-militärischer Austausch

 

 


Zwei Akademien auf gemeinsamen Wegen

Wie gut das Militär und ein ziviles Unternehmen zusammenarbeiten können, haben die Führungsakademie der Bundeswehr und die Führungsakademie der Bundesagentur für Arbeit bei ihrem „Trendforum Führung“ nun schon zum dritten Mal bewiesen. Spitzenführungskräfte aus dem militärischen und zivilen Bereichen trafen sich zu einem abwechslungsreichen Programm unter dem Titel „Führungskultur im Wandel“, für dessen Ausrichtung in diesem Jahr die Hamburger Akademie zuständig war.

Führung ist Kommunikation

„Wozu dienen? Wozu sterben? Wozu töten? Die Präambel des Grundgesetzes, dem Frieden der Welt und der Einheit Europas zu dienen, gilt nicht nur für Soldaten, sondern auch für Unternehmer.“ Mit dem „Business Case“ der Bundeswehr macht Konteradmiral Carsten Stawitzki, Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, das Alleinstellungsmerkmal der deutschen Streitkräfte deutlich. So spannt er den Bogen zwischen der Führungskultur in der militärischen und in der zivilen Welt. Beide müssen „Talente organisieren“ und „mit Mitarbeitern im Dialog bleiben“.

Kultur durch Mentoring

Generalleutnant Eberhard Zorn, Abteilungsleiter Führung Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung, trägt zum Thema „Bundeswehrgemeinsame Führungs- und Organisationskultur“ vor. „Selbst innerhalb der Bundeswehr existiert noch kein gemeinsames Führungsverständnis auf militärischer und auf ziviler Seite.“ Das führt er authentisch aus: Innerhalb der Streitkräfte wird der zwischenmenschliche Umgang mit dem Konzept der „Inneren Führung“ geregelt, für die Angehörigen der Wehrverwaltung gibt es eine solche Grundlage nicht. Außerdem erklärt er anhand der steilen Dienstgradstruktur, dass auch die militärische Hierarchie ein Handlungsfeld ist, an dem ständig mit viel Kommunikation und persönlichen Kontakten gearbeitet werden muss, um den Informationsfluss von oben nach unten und anders herum zu garantieren. Zorn sieht eine Lösungsalternative im Ausbau der Mentoring-, Coaching- und Weiterbildungsprogramme, um noch „näher am Menschen“ zu sein. In der angeregten Diskussion wurde deutlich, dass die Standpunkte kontrovers sind: Manche befürworten die Übertragung einer „Inneren Führung“ auf das Zivilpersonal der Bundeswehr, manche begründen ihre Ablehnung.

Quo vadis, Tradition?

Mit einem Ausblick auf den Prozess der Weiterentwicklung einer gemeinsamen Führungs- und Organisationskultur zusammen mit der Neufassung des Traditionserlasses entließ General Zorn die Zuhörer mit ausreichend Stoff, der auch beim geselligen Teil am Abend noch Gesprächsthema war. Historische Grundlagen der Führungskultur vermittelte anschließend Prof. Dr. Jörg Felfe, Professor für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Helmut-Schmidt-Universität (Universität der Bundeswehr) in Hamburg.

Verbindung zur Agenda Attraktivität

Ein Team der „BwConsulting“, der In-House-Beratungsfirma der Bundeswehr, war am nächsten Morgen eingeladen, mit seiner Expertise vier gleiche Workshops zu leiten. Die Teilnehmer diskutierten, wo sich die Führungskultur der Bundeswehr aktuell befindet, wohin sie sich entwickeln soll und welche Herausforderungen auf diesem Weg zu meistern sind. Im Rahmen der von Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen ins Leben gerufenen „Agenda Attraktivität“ ist die BwConsulting bereits seit 2016 beauftragt, an der Weiterentwicklung der Führungs- und Organisationskultur der Bundeswehr mitzuwirken. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen fließen als Bottom-Up-Beitrag direkt in das Beratungsresultat ein.

Parallelen zu zivilen Unternehmen

Mit Gerhard Lippe, Kaufmann und zugleich Botschafter der Stiftung „Club of Hamburg“, beschäftigt sich ein erfahrener Unternehmer mit Führungsthemen. Die Handlungsfelder, die er aufzeigte, ähneln denen im Militär. „Die Arbeitswelt wird durch die Digitalisierung massiv umgekrempelt, den Menschen wird immer mehr Flexibilität abverlangt und Mitarbeiterführung erhält deswegen einen noch größeren Stellenwert.“ Er fügt hinzu, dass diese auf klaren Werten und einer ebenso klaren Haltung basieren muss.

Vorhandene Fähigkeiten nutzen

Kompetenzorientierte Ausbildung wird in der Bundeswehr in Zukunft in den Fokus gerückt. Diese Entwicklung hat Brigadegeneral Markus Kurczyk, Abteilungsleiter für die Ausbildung der Streitkräfte in der Streitkräftebasis, in der Hand. Das Konzept sieht vor, Erfahrungen und Kenntnisse von Lehrgangsteilnehmenden aktiver einzubinden, so dass es zu mehr Freiraum, mehr Eigengestaltung und mehr Kreativität kommt. Am Ende steht kompetentes Handeln, vor allem auch in Extremsituationen. Dies ist als Baustein für die Weiterentwicklung einer Führungskultur unerlässlich.

Insiderwissen

Den Reigen der hochkarätigen Sprecher komplettierte am Abend Frank-Jürgen Weise, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit sowie Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, im Rahmen eines Kamingesprächs. Mit seinen Erfahrungen als Vorsitzender der Bundeswehr-Strukturkommission 2010 sowie als Oberst der Reserve hatte er einzigartiges zivil-militärisches Expertenwissen im Gepäck.

„Die jungen Wilden“

Nicht nur „gesetzte“ Damen und Herren beschäftigen sich mit der Weiterentwicklung von Führungskultur. Eine Kooperation zwischen dem Bundesministerium der Verteidigung und den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg baut mittlerweile im vierten Jahr auf die Expertise von jungen Führungskräften. Militärisches und ziviles ausgesuchtes Personal (zum Beispiel aus Unternehmen wie Siemens und Mercedes-Benz) trifft sich regelmäßig und tauscht sich zum Thema „Führen lernen“ aus. Ergebnis wird ein onlinebasierter Leitfaden für das Führen in einer digitalisierten Welt sein, von dem die Unternehmen und die Bundeswehr gleichermaßen profitieren können. Zwei der Teilnehmer haben beim Trendforum Führung am dritten und letzten Tag ihre Zwischenergebnisse präsentiert. Als Mitglied der Geschäftsleitung des IT-Dienstleisters der Bundeswehr, der BWI, gab Christine Serrette zum Schluss einen Einblick, wie die Führungskultur sich in diesem Unternehmen gewandelt hat.

Dialog bei Führungskultur im Wandel

Die Zusammenarbeit, die aus einer Kooperationsvereinbarung der beiden Akademien entstanden ist, soll auch in Zukunft fortgeführt werden. Der erfolgreiche gegenseitige Austausch begeisterte die Teilnehmenden. Das nächste Trendforum findet 2018 an der Akademie in Lauf statt. Konteradmiral Stawitzki ist selbst Leiter der „Arbeitsgemeinschaft Führungskultur“ in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Innere Führung der Bundeswehr in Koblenz und dem Bildungszentrum der Bundeswehr in Mannheim. Mit dem Ziel, den zivil-militärischen Austausch zu pflegen, ist seine Kernbotschaft auch für das Trendforum klar: „Wir müssen im Dialog bleiben.“

Autor: Matthias Siegemund ; Fotos: Laura Clayborn/ Maik Bugenhagen

Hamburg, 16.06.2017

Generalmajor Rieks trägt vor

Exklusive Zuhörerschaft aus der Luftwaffe

Der Chef des Luftfahrtamtes der Bundeswehr im Cockpit des A400M

Der Allrounder der Luftwaffe  - Airbus A400M

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Kompetenz und Sicherheit für die militärische Luftfahrt.“ Dieses Motto stand über dem Lehrdeputat, das Generalmajor Dr. Ansgar Rieks an der Führungsakademie der Bundeswehr abgehalten hat. Als Amtschef des Luftfahrtamtes der Bundeswehr hat er vor den Luftwaffenoffizieren des nationalen General- und Admiralstabslehrgangs 2016 über seine Aufgaben und Herausforderungen gesprochen.

„Militärisches Luftfahrt-Bundesamt“

Als nationale militärische Luftfahrtbehörde bündelt das Luftfahrtamt der Bundeswehr alle Kompetenzen und Aufgaben für einen sicheren militärischen Flugbetrieb in Deutschland in einer Dienststelle. Damit verfügt es über ein ähnliches Aufgabenspektrum wie die Europäische Agentur für Flugsicherheit oder das Luftfahrt-Bundesamt für die zivile Luftfahrt.

Alles unter einem Dach

„Das Alleinstellungsmerkmal des Luftfahrtamtes der Bundeswehr ist, dass wir die bestmögliche Verknüpfung von sicherem Flugbetrieb und operationeller Einsetzbarkeit militärischer Luftfahrzeuge schaffen“, beschreibt der Amtschef den Kernauftrag seiner Dienststelle. „Es ist eben nicht nur meine Aufgabe, einen höchstmöglichen Maßstab für den sicheren Flugbetrieb zu setzen, sondern dabei stets den militärischen Auftrag unserer Luftfahrzeuge bestmöglich zu berücksichtigen.“ Hierzu fasst das Amt ein breites Aufgabenspektrum unter einem Dach zusammen. Gemeint sind dabei zum Beispiel die Kompetenzen, Luftfahrtzeuge zur prüfen oder die Verkehrszulassung für Luftfahrzeuge zu erteilen.

Europäische Kooperation

Dank internationaler Standardisierung ist die Zusammenarbeit mit den europäischen Partnernationen, die ebenfalls vergleichbare militärische Luftfahrtbehörden aufstellen, zukunftsfähig sichergestellt. „Wenn wir es schaffen, dass ein Eurofighter der Luftwaffe von einem britischen Techniker mit Werkzeug und Ersatzteilen der spanischen Luftwaffe repariert wird, haben wir eines unserer Fernziele erreicht.“ Umgesetzt werden soll es durch die Schaffung eines einheitlichen europäischen Regelungsraumes für die Zulassung und den Betrieb militärischer Luftfahrzeuge, der sogenannten European Military Airworthiness Requirements (EMAR). Viele Nationen nutzen gleiche Luftfahrzeuge wie den Eurofighter oder den Airbus A400M. Unvorteilhaft ist, dass jede Nation ihr eigenes Werkzeug, ihre eigenen Techniker und ihre eigenen Ersatzteile einsetzt. Hier sollen künftig Synergien dahingehend erreicht werden, den logistischen Einsatz einzelner Nationen durch Bündelung erheblich zu reduzieren.

Konstruktive Diskussion

Der Vortrag entwickelte sich zügig zu einem intensiven Lehrgespräch, in welchem offen, unverstellt und kontrovers diskutiert wurde. Kritisch sahen die angehenden Generalstabsoffiziere den oftmals zu engen Rahmen der Zulassungsvorschriften, welche immer wieder wichtige Weiterentwicklungen an den Luftfahrzeugen erheblich verzögern oder die operationelle Freiheiten unnötig einschränken. Hier verspricht sich Generalmajor Dr. Rieks künftig einen besseren Austausch, da die militärischen und zivilen Fachleute sich in seinem Haus nunmehr „Tür an Tür“ austauschen können. „Bringen sie die Experten zusammen! Sorgen sie dafür, dass Probleme von Angesicht zu Angesicht diskutiert werden! Achten Sie darauf, dass sich die Leute persönlich kennen!“, mit diesen Appellen warb der Amtschef abschließend und eindringlich darum, wie wichtig der persönliche Austausch auch in Zeiten digitaler Kommunikation ist und bleibt.

 

 

 

 

 

Autor: Benedikt Bussmann ; Fotos: Benedikt Bussmann / Bundeswehr

Hamburg, 15.06.2017

Generalleutnant Schütz bei seinen Ausführungen zu den Aufgaben der Luftwaffe

Transport Hubschrauber CH-53

Der Lehrgang vor dem Luftabwehrraketensytem PATRIOT

Der Allrounder der Luftwaffe  - Airbus A400M

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Teilnehmer des deutschen General- und Admiralstabslehrgangs 2016 haben sich in den Luftwaffenstützpunkten Laage und Todendorf einen umfassenden Überblick über die Fähigkeiten der Luftwaffe verschafft.

Theoretische Grundlagen

Den Startschuss für die lehrreiche Reise lieferte ein Vortrag von Generalleutnant Helmut Schütz, Kommandierender General des Luftwaffentruppenkommandos in Köln-Wahn. Er führte die Lehrgangsteilnehmer in das Leistungsspektrum der Luftwaffe ein. Das besondere Interesse der zukünftigen Generalstabsoffiziere lag im Beitrag der Luftwaffe an Land- und Seekriegsoperationen vor dem Hintergrund der Aufgabe der Landes- und Bündnisverteidigung. Der Kommandeur des Zentrums Luftoperationen in Kalkar, Generalleutnant Joachim Wundrak, knüpfte in einem Folgevortrag inhaltlich an die Ausführungen von General Schütz an und führte in die komplexen Zusammenhänge der operativen Planung von Luftkriegsoperationen ein. Daneben stellte er zugleich das breite Aufgabenportfolio seines Zentrums dar, das von der Überwachung der Weltraumlage bis zur Sicherung des Luftraumes reicht.

Theorie ist nicht alles

Am dritten Tag ging es auf dem Fliegerhorst in Laage in die Praxis. Der Tag begann mit dem für eine Flugzeugbesatzung üblichen „Flight Mission-Briefing‘‘. Damit wurde ein realistischer Einblick in das luftwaffenspezifische Terrain ermöglicht. Bei der nachfolgenden „Flugschau‘‘ konnten die begeisterten Offiziere nicht nur Starts von Tornados, Eurofightern, Transalls und Hubschraubern beobachten, sondern als besonderen Höhepunkt auch den eines A400M. Sie bewunderten vor allem die Flugkünste der Piloten.

Fliegender Lehrgang

Schließlich ging es in die Luft: Ein Mitflug im CH53 bildete den Höhepunkt des komplexen Nachmittagsprogramms. Begonnen hatte er mit der Besichtigung des fliegenden „Krankenhauses‘‘ A310 und Gesprächen mit dem kompetenten Fachpersonal des Fliegerhorstes und Eindrücken aus der Luftbildaufklärungskompetenz der deutschen Luftwaffe. Letzter beeindruckender Programmpunkt war der Eurofighter-Flugsimulator, der erahnen ließ, wie aufwendig die Ausbildung in der Luftwaffe technisch unterstützt wird. Der Simulator ist von so hoher Qualität, dass auszubildende Piloten problemlos und ohne Umgewöhnung den Übergang in das echte Cockpit schaffen.
 

Gut gewappnet für Mali

Die letzte Station der Reise war der Standort der Flugabwehr in Todendorf. Was mit einem Vortrag von Oberst Kuebart, Kommodore des Flugabwehrraketengeschwaders 1, begann, wurde mit einer anschließenden Besichtigung der Flugabwehrsysteme und den Objektschutzkräften fortgeführt. Das Kennelernen dieser, die ihren liebevollen Spitznamen „Schweizer Taschenmesser der Luftwaffe‘‘, ihren vielfältigen Aufgaben verdanken, wurde zum echten „eye-opener‘‘.

Hohe Messlatte

Durch die Reise konnte die Luftwaffe untermauern, dass ihre komplexe Technik von hochmotiviertem und leistungsfähigem Personal beherrscht wird. Durch die eindrucksvolle Präsentation dieser Teilstreitkraft wurde die Messlatte für Heer und Marine sehr hoch gesetzt. Oberst i.G. Saur, Leiter des Fachbereichs Luftwaffe an der Führungsakademie, resümierte, dass die Kameraden des Heeres und der Marine in kürzester Zeit ein grundlegendes Verständnis für das Fähigkeitsprofil der deutschen Luftwaffe erhalten haben.

 

 

 

 

 

Autor: Helena Linder-Jeß; Fotos: Helena Linder-Jeß

Hamburg, 14.06.2017

Gruppenbild des Lehrgangs vor der Deutschen Botschaft, Washingtion D.C

Die „Non Violence“- Skulptur vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York war ein Geschenk Luxemburgs an die VN

173 Meter langer Lenkwaffenkreuzer -  Die USS San Jacinto

Besuch auf den Schiffen der US Navy in Norfolk VA

Eines von sechs Regionalkommandozentren - Das United States Central Command in Tampa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um den sicherheitspolitischen Blick zu weiten, reisten die Lehrgangsteilnehmer des 12. streitkräftegemeinsamen Lehrgangs Generalstabs-/ Admiralstabsdienst National in die USA. Während der 12-tägigen Reise wurde den Lehrgangsteilnehmenden ein hochkarätiges und dicht gepacktes Programm geboten. Immer wieder traten sie an deutschen und amerikanischen Dienststellen in den Dialog, um den Genius Loci, den „Geist des Ortes“ zu erleben. Ziel war es, das auf dem Lehrgang vermittelte Wissen noch besser einordnen zu können.

Nord nach Süd

Unter der Führung des stellvertretenden Akademiekommandeurs, Flottillenadmiral Karsten Schneider, reiste die 90-köpfige Reisegruppe von New York über Washington D.C., Norfolk und Tampa bis nach Miami. In New York waren die Vereinten Nationen und die Ständige Vertretung Deutschlands Dreh- und Angelpunkt. Die Generalversammlung und den Sicherheitsrat einmal in der Realität zu sehen, war ein Erlebnis der besonderen Art.

Im Herzen der USA – Washington D.C.

In der Hauptstadt konnten die angehenden Admiral- und Generalstabsoffiziere in ausgiebigen Diskussionsrunden mit Vertretern des US-Außen- und Verteidigungsministeriums sowie der National Defense University ihre persönlichen Standpunkte austauschen. Diskutiert wurden besonders die gegenseitigen nationalen Erwartungen nach dem Administrationswechsel in den USA - und wie diese erfüllt werden können. An der Deutschen Botschaft erfolgte eine Einordnung der derzeitigen sicherheitspolitischen Lage aus deutscher Sicht. Vorträge bei der Weltbank und eine aktuelle Fragestunde bei Brookings, einer Denkfabrik für Forschung, Bildung und Publikation mit dem Schwerpunkt öffentlicher Politik in den Gebieten Wirtschaft, Auslandspolitik und Staatsführung, rundeten das Programm in der Hauptstadt ab.

US Navy und NATO im Fokus

In Norfolk, Standort des größten Marinestützpunktes der USA, bekamen die Hamburger Stabsoffiziere eine Führung über die Schiffe „USS San Jacinto“ und „USS Monterey“. Allein an den Fähigkeiten und Aufgaben dieser beiden Lenkwaffenkreuzer war in beeindruckender Weise zu sehen, welchen Machtanspruch die USA weltweit projizieren können. Anschließend fanden beim „Supreme Allied Command Transformation“ (SACT), einem der beiden strategischen Hauptquartiere der NATO, Briefings und ein Gespräch unter Beisein von Admiral Manfred Nielson, dem Stellvertretenden Kommandeur des SACT, statt.

Letzte Station – Sunshine State

Die letzte Etappe führte die Delegation nach Florida zu zwei sehr unterschiedlichen US-Regionalkommandos. Das CENTCOM in Tampa fokussiert sich thematisch auf den erweiterten Mittleren Osten und gab interessante Einblicke in die amerikanische Einschätzung der Lage in den nordafrikanischen und Nahoststaaten. Bei SOUTHCOM in Miami wiederum beschäftigten sich die Offiziere durch den Blick auf Südamerika und die Karibik mit einigen Aspekten, die im europäischen Denken nicht immer im Fokus stehen: zum Beispiel dem weltweiten Drogenhandel und der prekären politische Lage in Venezuela.

Mission accomplished

Um es mit den Worten des 33. Präsidenten der USA, Harry S. Truman, zu sagen: „It is amazing what you can accomplish if you do not care who gets the credit!“ - der unschätzbare Wert von Demut im gegenseitigen Umgang und Verlässlichkeit ist gerade in Zeiten von Instabilität besonders wichtig. Die vielen Gespräche und Diskussionen des Besuchs haben auf einer sehr persönlichen Ebene für gegenseitiges Verständnis und Vertrauen gesorgt und das bisher auf dem Lehrgang erworbene Wissen durch einen Blick über den transatlantischen Tellerrand hinaus ergänzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autor: André Withake ; Fotos: Katharina Junge

Hamburg, 14.06.2017

Konteradmiral Carsten Stawitzki begrüßt den südkoreanischen Delegationsleiter, Captain Prof. Sung Woo Jang

 

Die Delegation aus Teilnehmern aller südkoreanischen Teilstreitkräfte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter der Leitung von Captain Prof. Sung Woo JANG besuchte eine knapp 30köpfige koreanische Delegation der Joint Forces Military University aus Daejeon die Führungsakademie der Bundeswehr.

Partnerschaftliche Beziehungen

Der jährlich stattfindende Besuch mit immer wechselnden Teilnehmern ist inzwischen schon fast eine Institution des freundschaftlichen Austausches. Dazu gehört auch, dass zur Zeit drei Lehrgangsteilnehmer der Republik Korea den internationalen General- und Admiralstabslehrgang (LGAI) an der Führungsakademie besuchen und damit ein ganzes Jahr lang einen Einblick in die deutschen Streitkräfte erhalten.

Ehrlicher Erfahrungsaustausch

Nach einer Begrüßung durch den Akademiekommandeur, Konteradmiral Carsten Stawitziki, wurde die Delegation von Kapitän zur See Holger Naumann betreut. Einer Akademievorstellung und einer Einführung in den LGAI folgte ein Vortrag über Konzeption und Ausbildung für streitkräftegemeinsame Operationen. Die Qualifizierungsanforderungen für den nationalen bzw. internationalen General- /Admiralstabslehrgang standen zunächst im Interesse der Besucher. Anschließend gab es noch genug Stoff für Fragen, die sich besonders auf die deutsche Wiedervereinigung und den Aufbau des Kommandos Cyber- und Informationsraum (CIR) bezogen. Die Delegation fragte nach den besonderen Herausforderungen bei der Eingliederung der ehemaligen NVA in die gesamtdeutschen Streitkräfte und war zugleich daran interessiert, die Vielfalt der Aufgaben des CIR vor dem Hintergrund der weltweit wachsenden Cyberbedrohung kennenzulernen. Neben den Fragen zur deutschen Wiedervereinigung ging es abschließend auch um die Fragen einer gemeinsamen europäischen Verteidigungspolitik und deren spezifischen Herausforderungen.

Vorfreude auf 2018

Mit einem Ausblick auf den nächsten Besuch im kommenden Jahr bedankte sich die Delegation für die herzliche Aufnahme und setzte ihre Europareise in Richtung Rheinland fort.

 

Autor: Christof Schulz; Fotos: Katharina Junge

Hamburg, 13.06.2017

Einsatz der verbundenen Kräfte

Die Analysephase ist in vollem Gang

Luftunterstzüng am deutschen Beispiel

Gute Vorarbeit ist alles

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit welchen Methoden kann das gegnerische Handeln analysiert werden, wenn Vorgehen und Denken von den eigenen Einsatzgrundsätzen abweichen? Wie behalten wir einen Kenntnisvorsprung, wenn das militärische Vorgehen des anderen nicht unbedingt auf der Hand liegt? Das Modul „Militärisches Nachrichtenwesen in Landoperationen“ schließt diese Lücke auf Basis bewährter Methoden und eröffnet neue inhaltliche Aspekte im Führungsprozess.

Bunte Mischung aus Erfahrungen

Mehr als 20 Teilnehmer aus dem Militärischen Nachrichtenwesen beschäftigten sich im Seminar „Militärisches Nachrichtenwesen in Landoperationen“ mit diesen spannenden Fragen. Von deutschen Soldaten aus der Division Schnelle Kräfte oder aus dem Kommando Strategische Aufklärung bis hin zu Reservedienstleistenden und sogar Soldaten befreundeter Nationen waren Experten des Militärischen Nachrichtenwesens mit einer riesigen Erfahrungsbandbreite anwesend. Die Diskussionen waren damit äußerst lebhaft, es gab einen regen Gedankenaustausch und nicht zuletzt sorgte der Lehrgang dafür, alle Teilnehmer auf einen gemeinsamen Wissenstand zu bringen - den sie selbst wiederum in ihren eigenen Bereich als Multiplikator mitnehmen konnten.

„Neue Bedrohung“ - Herausforderung bei der Analyse

Die Multinationalität der Teilnehmer spiegelte sich in der Anwendung ebenso multinational genutzter Analyseverfahren wider. Bereits bekannte Verfahren bildeten die Analysegrundlage, um das theoretische und praktische Vorwissen zu vertiefen und in konkreten Beispielen und Lagen auf die „neue Bedrohung“ anzuwenden. Konkret bedeutet das, dass ein möglicher Gegner auf zwei Arten ungewöhnlich agiert: Zum einen wendet er sogenannte Bataillonskampfgruppen an, das heißt er agiert in (relativ) kleinen Kampfgruppen mit mehreren hundert Soldaten. Diese Bataillonskampfgruppe ist jedoch zum Einsatz von verbundenen Kräften befähigt und verfügt daher unter anderem über eigene Kampfunterstützungselemente wie z.B. Artillerie sowie eigene Aufklärungskräfte und eine verstärkte logistische Befähigung. Das entspricht nicht unseren üblichen Einsatzgrundsätzen, die die Autarkie erst auf Brigadeebene vorsehen. Ein derart eigenständiger Gegner erfordert flexibel agierende eigene Kräfte, um ihn erfolgreich abzuwehren. Die Rolle des Militärischen Nachrichtenwesens und der Aufklärung wird noch bedeutsamer.

Konsequenzen für das Militärische Nachrichtenwesen

Die neue Gegnerkonstellation stellt den Führungsprozess im Heer und insbesondere im Militärischen Nachrichtenwesen vor neue Herausforderungen. Hier muss es bereits im Analyseprozess und anschließend erst recht im Führungsprozess gelingen, einen derart flexiblen Gegner möglichst früh zu erkennen, um seinen Handlungen zielgerichtet und zielführend begegnen zu können.

Ziel erreicht

Das Ziel der Modulausbildung wurde aus Sicht der Lehrgangsleitung erreicht: ein gemeinsames Grundverständnis für die Thematik des Gefechts der verbundenen Kräfte in Bataillonskampfgruppen einschließlich der Anwendung der bekannten Analyse- und Aufklärungsverfahren des Militärischen Nachrichtenwesens wurde geschaffen. Die Angehörigen aller Teilstreitkräfte wurden bedarfsorientiert für ihre Funktionsbereiche mit dem Blick in die Zukunft geschult.

 

Autor: Jörn Kutscher; Fotos: Katharina Junge

Hamburg, 08.06.2017

Der 55. LGAI zu Gast im neuen Stadion des SV Lurup

Große Freude nach dem Führungstreffer

Langjährige Tradition -  die 1.Vorsitzende Susanne Otto des SV Lurup empfängt das Wappen der Führungsakademie

 

 

 

 

 

 

Der SV LURUP hat gerade erneut den Lehrgang Generalstabs- und Admiralstabsdienst International (LGAI) zum fußballerischen Vergleich eingeladen. Die spannende Partie endete durch die Leistung des herausragenden LGAI-Schlussmanns mit einem Sieg für das Team der Führungsakademie nach einem Elfmeterkrimi mit 6:5. Diese traditionsreiche, partnerschaftliche Veranstaltung trägt seit Jahren dazu bei, den internationalen Gästen wie auch deren Familien einen vertieften Einblick in Deutschlands Vereinswelt, den daraus resultierenden Sportsgeist und den Gemeinschaftssinn zu geben. „Die wichtigen Spiele finden am Ende der Saison statt“, sagte der Tagessprecher, Major IIyasov aus Aserbaidschan, zu dem vor 250 Zuschauern stattfindenden Aufeinandertreffen.

Spannendes Spiel

Von Anpfiff an entwickelte sich die Partie zu einem spannenden Schlagabtausch. LGAI-Teilnehmer Stankovic hatte den LGAI nach exzellenter Vorarbeit vom Teamkollegen Oh in Führung gebracht. Die weit aufgerückten Luruper Verteidiger hatten derweil große Probleme, den schnellen Spielern und überfallartigen Kontern des LGAI entgegenzuwirken. Die tiefe Viererkette des LGAI stand stabil und ließ die Gastgeber ein ums andere Mal ins Abseits laufen. Ein Freistoß aus vielversprechender Position für den LGAI bot nun die Chance die Führung weiter auszubauen, doch Kutscher und Dotsenko können den Ball nicht ins Tor köpfen. Stattdessen fälscht ein Luruper Vertiediger den Ball unglücklich in das eigene Tor ab. Nach einer Flanke von der rechten Seite war jedoch der lange Pfosten des LGAI unbesetzt und so kam der SV Lurup kurz vor dem Halbzeitpfiff zum verdienten Anschlusstreffer. In der Halbzeitpause wechselte der SV Lurup (SVL) seine komplette Mannschaft aus und zeigte fortan eine deutlich verbesserte Spielleistung. Mit frischen Kräften spielte der SVL offensiv und ließ dem LGAI wenig Raum. Folglich verlagerte sich das Spiel zunehmend in die Hälfte des LGAI, der jedoch im Konterspiel unverändert brandgefährlich blieb. Der Ausgleich des SVL folgte durch einen unhaltbaren Flugkopfball auf Höhe des Elfmeterpunktes. In Folge dessen fanden die Gastgeber immer besser ins Spiel, was den Gästen des LGAI in der spannenden Schlussphase erhebliche Probleme bereitete.

Die Entscheidung und ein Resümee

Das vorangegangene Remis ließ die Partie in einem Elfmeterkrimi gipfeln. Nach einem ersten Vorsprung für den LGAI konnten die Luruper nach zwei verpatzten Schüssen des LGAI nach Toren in Führung gehen. Am Ende kam die große Stunde des LGAI-Schlussmanns Kaiser. Dieser hielt die letzten beiden Elfmeter mit sehenswerten Paraden, während die beiden LGAI-Elfmeterschützen ihre Elfmeter jeweils für den LGAI verwandelten. „Das ist eine tolle Geschichte für uns. Wir sind unheimlich stolz auf unser internationales Team aus 13 Nationen und auf die Moral, die die Mannschaft gezeigt hat“, sagte der Spielertrainer Major Kutscher nach dem Spiel. Dieses besondere und traditionsreiche Fußballspiel steht symbolisch dafür, wie der Sport Menschen verbinden kann. Viele Menschen kennen die emotionale Kraft des Sports, bei dem durch gemeinsames Entscheiden und Handeln ein Gemeinschaftsgefühl entsteht. Oftmals entwickeln sich daraus Beziehungen, die über den Sport in andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hineinwirken. Am Ende behält der Satz Fritz Walters seine Gültigkeit: „Der Schlüssel zum Erfolg ist Kameradschaft und der Wille, alles für den anderen zu geben.“

 

 

Autor: Christiane Rodenbücher; Fotos: Katharina Junge

Hamburg, 09.06.2017

 Brigadegeneral Thomas Hambach bei seiner Abschiedsrede

 

Konteradmiral Carsten Stawitzki mit dem alten und dem kommissarischen Direktor Lehre, Brigadegeneral Hambach und Direktor Thießen

 

Musikkorps Kiel sorgt für den würdigen musikalischen Rahmen der Veranstaltung

Brigadegeneral Hambach und seine Ehefrau beim Empfang

Geladene Gäste in der Rotunde bei der Verabschiedung

Kommissarischer Nachfolger Direktor Jörn Thießen



„Anspruchsvoll“ und „herausfordernd“: Brigadegeneral Thomas Hambach beschreibt seine vergangenen drei Jahre. Damals hat er das Amt des Direktors Lehre an der Führungsakademie übertragen bekommen. „Sich jeden Tag Gedanken über das machen zu dürfen, was wir den angehenden Stabsoffizieren und Admiralstabs-/ Generalstabsoffizieren mit auf ihren weiteren bekannten wie auch unbekannten Weg geben sollten und darüber, wie wir das am besten an die Frau bzw. den Mann bringen.“ General Hambach hat das immer als große Bereicherung empfunden. Mit einem weinenden Auge verlässt er nun Hamburg Richtung Erfurt, wo er stellvertretender Kommandeur des Logistikkommandos der Bundeswehr wird. Als kommissarischer Nachfolger übernimmt Jörn Thießen, Leiter Politik- und Gesellschaftswissenschaften, das Amt des Direktors Lehre.

Persönliches Engagement

In einer feierlichen Zeremonie hat der Kommandeur der Führungsakademie, Konteradmiral Carsten Stawitzki, General Hambach für sein großes Engagement gedankt und dafür, wie er sich mit seiner persönlichen und menschlichen Art für die Hamburger Institution eingebracht hat. 150 Personen haben an der Abschiedszeremonie teilgenommen. Hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft sowie aus verschiedenen Bereichen der Streitkräfte waren zu der Veranstaltung gekommen.

Dank an alle Mitarbeiter

Mit einem Zitat von Konfuzius drückt General Hambach in seiner Abschiedsrede aus, dass sein Dienst an der Akademie für ihn eine tägliche Freude gewesen ist: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du musst keinen einzigen Tag arbeiten.“ Er stellt heraus, dass dies nur mit der professionellen Unterstützung aller Soldaten und Mitarbeiter möglich gewesen ist und ergänzt in seinem Dank an alle Mitarbeiter: „Die Wahl wurde mir abgenommen, aber dass ich meine Zeit hier so empfinden konnte, ist im Wesentlichen Ihr aller Verdienst.“

Mehrwert in der Ausbildung

Neben der Vermittlung von Inhalten stand für General Hambach stets im Vordergrund, im Rahmen der Ausbildung einen Mehrwert für die Lehrgangsteilnehmer zu schaffen. Gerade heute in der fordernden und volatilen Zeit etwas von der eigenen Erfahrung mit auf den Lebensweg zu geben, wovon die jungen Menschen, unsere Führungskräfte von morgen, zehren können, ist ihm ein großes Anliegen gewesen.
 

Sicherheit im Handeln

Anhand der drei Stichworte ,,Können", ,,Wollen" und ,,Dürfen" macht er deutlich, welchen Mehrwert die Ausbildung an der Führungsakademie allen Lehrgangsteilnehmern geben soll: „Das ,,Können" steht für die Handlungsfähigkeit des militärischen Führers in jeder noch so unvorhergesehenen Situation, das ,,Wollen" steht für Handlungswilligkeit und den Willen zur persönlichen Weiterentwicklung, und das ,,Dürfen" rundet die Trilogie ab, in dem der Offizier an der Akademie den Rahmen findet, sein persönliches Führungsverständnis ausprobieren zu dürfen."

Mut zu Fehlerkultur

In der Ausbildung geht es darum, auch Fehler machen zu dürfen, erklärt General Hambach, das gehöre dazu, „und wo geht das besser als hier an der Akademie?“ Mit dieser Maxime rundet General Hambach das avisierte Ausbildungsziel, das er in seiner Tätigkeit an der Akademie mit prägen durfte, ab. Ergänzend erwähnt er eine Fragestellung, die für ihn bis heute Gültigkeit für das Wesen insbesondere eines Admiralstabs-/Generalstabstabsoffiziers besitzt: Wie vermitteln wir Führung im Sinne unserer tatsächlich einmaligen Konzeption der „Inneren Führung“?

Kreativität und Verantwortung

Und weiter: „Die eigene Absicht so zu formulieren, dass sie der Kreativität und dem Ideenreichtum den erforderlichen Spielraum belässt", ist für General Hambach immer wieder eine Herausforderung, die er auch den Lehrgangsteilnehmern vermitteln möchte. ,,Verantwortung abzugeben, aber auch zu tragen. Vertrauen zu schenken, sich dieses aber auch verdienen zu müssen sind die zwei Seiten der einen Medaille.“ Mit seinen wertvollen Gedanken zum Abschied hat er neben dem Blick zurück auf das Geschehene die aktuellen Fragestellungen der Akademie benannt. Er hat auf anspruchsvolle, sich häufig ändernde Bedingungen hingewiesen und zugleich darauf aufmerksam gemacht, dass Veränderungen immer auch ihre Zeit brauchen.

Kritik und Ideenreichtum

„Den Dienstposten als Direktor Lehre übernommen zu haben, mag einfach oder weniger einfach gewesen sein, ihn aber wieder abgeben zu müssen, fällt mir deutlich schwerer“, erklärt General Hambach, „und dass ich meine Zeit hier so empfinden konnte, ist im Wesentlichen der Verdienst der Akademieangehörigen, der Fachbereichsleiter, Dozentinnen und Dozenten, einschließlich der vielen Reservedienstleistenden. Ich bin dankbar für die Aufnahme, für die Offenheit und vor allem für das Vertrauen, für die kritischen Worte und Hinweise sowie für das Engagement und Ideenreichtum.“

„Keine einfache Aufgabe“

In seinen Abschiedsworten weist Admiral Stawitzki darauf hin, dass in den Jahren unter General Hambach 200.000 Unterrichtseinheiten erfolgt sind, die einhundert Dozenten und über 500 Gastdozenten Soldaten aus über 100 Nationen vermittelten. Der Kommandeur fährt fort: „Für Ihre Arbeit und Ihr Engagement spreche ich Ihnen meinen außerordentlichen Dank aus, es ist eine besondere Herausforderung, diese Tätigkeit mit Herz, Verstand und Sensibilität auszuüben.“ Der Kommandeur lobt Hambachs Handwerkszeug, seine durchdachten Methoden, die kritische Beratung sowie das konstruktive Miteinander. „Das alles haben Sie angeregt und gefördert – vielen herzlichen Dank.“

Musiker des Marinemusikkorps Kiel unter der Leitung von Fregattenkapitän Szepanski sorgen mit Stücken in Moll und Dur für einen würdigen Rahmen bei der Verabschiedung, Musikstücke, die die traurigen Aspekte des Abschieds, aber auch die fröhlichen Momente der vergangenenen Zeit und der kommenden Aufgabe betonten.



 

Autor: Sarah Schlösser / Norbert Schneider; Fotos: Aldo Kleemann / Bundeswehr

Hamburg, 05.06.2017

Auch der Kommandeur der Führungsakademie, Carsten Stawitzki besuchte die Fachtagung

General Zudrop betont die Wichtigkeit der Stärkung weiblicher Führungskompetenz

Vielfalt ist der Schlüssel, um die Komplexibilität der Herausforderungen zu meistern

Chancengerechtigkeit als Grundstein für die individuelle Entfaltung in den Streitkräften

,,Welche Kernkompetenzen muss ein Soldat haben?", fragt General a.D. Schneiderhan, der frühere GI

Offener Austausch im Berliner Auditorium



 

 

 

 

 

 

Rund 100 Soldaten der Führungsakademie, darunter über 80 Lehrgangsteilnehmer des laufenden Basislehrgang Stabsoffizier (BLS) sowie Stammpersonal, nahmen an der Fachtagung „Auf dem Weg zur Generalinspekteurin?" in Berlin teil. Ausrichter dieser Tagung war das „Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften", kurz zebis. Unterstützt wurde zebis vom Zentrum Innere Führung (ZInFü), vertreten durch Generalmajor Reinhardt Zudrop, sowie den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Dr. Hans-Peter Bartels.

Der katholische Militärgeneralvikar Monsignore Reinhold Bartmann eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit der Direktorin des zebis Dr. Veronika Bock und dankte auch seinem evangelischen Kollegen, Militärgeneraldekan Matthias Heimer, für die Unterstützung der Tagung.

Spannender Austausch

Zielgerichtet leiteten die Grußworte und Themeneinführung den Diskurs über die Chancengerechtigkeit in den Streitkräften ein. Anschließend wurde in vier Workshops angeregt diskutiert und gearbeitet. In der Arbeitsgruppe 1 mit dem Thema „Die Situation von Soldatinnen im internationalen Vergleich" gaben hochrangige Soldatinnen der niederländischen und US - Streitkräfte mit ihren persönlichen Erfahrungen maßgebliche Impulse. Ein Ergebnis der AG 1 bekräftigte, dass Integrationsprozesse und Diversity-Management Zeit benötigen und Quoten als langfristige Zielvorgabe dienen. Damit erinnerten sie an eine Daueraufgabe.

Führungskompetenz groß geschrieben

In der Arbeitsgruppe 2 beschäftigten sich die Teilnehmer unter der Moderation von Generalmajor Zudrop mit den Angeboten und Erfahrungen des ZInFü zum Thema "Stärkung weiblicher Führungskompetenz". Anhand fünf teilweise provokanter Arbeitsthesen, wie beispielsweise der Annahme, dass Frauen und Männer vor denselben Herausforderungen stehen, kam AG 2 zu dem Ergebnis, dass die junge Generation von Soldatinnen und Soldaten die Zusammenarbeit von Frauen und Männern als Normalität empfindet. Schließlich geht es nicht um das Geschlecht sondern um das Individuum. Nur so wird Individualität ermöglicht und von ihr profitiert.

Gleiche Chancen für alle

Vor dem Hintergrund, dass der Anteil der Soldatinnen in den Kampfverbänden nur zwei Prozent beträgt, beschäftigte sich die Arbeitsgruppe 3 mit der Fragestellung „Gendergerechtigkeit im Kampfverband?" unter der Leitung von Frau Dr. Veronika Bock und Oberstarzt Dr. Lale Bartoschek. Vorbehaltlich einer grundlegenden Tauglichkeit kommt es auf die individuelle Bereitschaft an, sich den besonderen Herausforderungen von Kampfverbänden stellen zu wollen. Der Wechsel von der tradierten Homogenität zu Heterogenität in diesen Verbänden ist eine zwingende Voraussetzung, die komplexen neuen Herausforderungen zu meistern und fördert zugleich die Chancengerechtigkeit.
 

Unser Personal von morgen

Die aufgrund der unerwartet hohen Teilnehmerzahl zusätzlich angebotene Arbeitsgruppe 4 führte unter der Leitung des Wehrbeauftragten und General a.D. Wolfgang Schneiderhan einen kritischen Diskurs zum Thema „Personalprobleme in der wachsenden Bundeswehr". Unter den Leitfragen „Wen braucht die Bundeswehr?", „Welche besonderen Eigenschaften braucht der Soldat / die Soldatin in Abgrenzung zur Gesellschaft?" und „Was muss der potenzielle Bewerber an schulischer und ethischer Bildung mitbringen?", wurden die Maßnahmen der Personalwerbung und -bindung kontrovers diskutiert. Darüber hinaus wurde hinterfragt, wie die Bundeswehr mit dem demografischen Wandel der Gesellschaft umgeht und sich als zukunftsfähiger attraktiver Arbeitgeber in Konkurrenz zu Industrie und öffentlichem Dienst positioniert.

Realität für neues Denken

Hauptmann Stefanie Reichle, Kompaniechefin im Jägerbataillon 292, zieht ihr persönliches Fazit der Fachtagung wie folgt: „Das Symposium war sehr interessant und aufschlussreich, nicht zuletzt auch wegen der eingeladenen Gäste. Mein besonderer Dank gilt Herrn General a.D. Schneiderhan. Für mich persönlich wurde deutlich, dass es noch immer viele ,alte‘ Denkweisen und Einstellungen vorherrschen. So wurde unter anderem in den Arbeitsgruppen herausgearbeitet, dass es noch lange Zeit dauern wird, bis Frauen in den Streitkräften und vor allem in Kampfverbänden als ,normal‘ und selbstverständlich angesehen werden. Eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung dahingehend ist, dass in allen Bereichen jeder Soldat, egal ob Mann oder Frau, seine Fähigkeiten und Fertigkeiten Gewinn bringend für das Ganze einbringt. Ein Unterschied beim Geschlecht darf nicht gemacht werden. " Die Fachtagung bot ein Forum für Dialog und Diskussion. Fazit: Chancengerechtigkeit findet in den Köpfen aller statt, nicht bloß auf dem Papier.

Weitere Informationen auf der Seite Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften (zebis).

Autor: Marco Hinze; Fotos: Nico Engler / Guido Ritter

Hamburg, 02.06.2017

Interessierte Zuhörer

Mehrere NH90 beim Start

Im Gefechtsstand - Einführung in die Lage 

Blick auf den Gefechtsstand



Die Heeresuniformträger des LGAN 2016, einige Offiziere des LGAI sowie der Bereich Heer der Führungsakademie haben den Stab der Division Schnelle Kräfte (DSK) auf ihrem Gefechtsstand im Rahmen der Übung RED GRIFFIN besucht.

Multinational im Einsatz

Die DSK führte die zweiwöchige, multinationale Übung RED GRIFFIN / COLIBRI mit etwa 3.500 Soldatinnen und Soldaten aus den Niederlanden, Frankreich, den USA und Deutschland in Nordfriesland, Schleswig-Holstein, durch. Ziel der Übung war es, im Rahmen in einer Anfangsoperation taktische Einsatzverfahren mit multinationalen Partnern unter realitätsnahen Bedingungen zu üben und zu überprüfen.  

Für die Besucher bot sich damit die Möglichkeit, den Gefechtstand der DSK bei der Arbeit zu beobachten. In Ausschnitten konnte zugleich Einblick in die Arbeit des Gefechtsstands der niederländischen 11. Air Manoeuvre Brigade genommen werden. Gespräche mit der Divisionsführung, den Generalstabsabteilungsleitern und jungen Generalstabsoffizieren rundeten den Besuch ab.

FüAk als verbindender Faktor

Nach der Begrüßung durch den niederländischen stellvertretenden Divisionskommandeur der DSK, Brigadegeneral Hans Hoogstraten, gab es eine kurze Einführung in die Übungsvorbereitung, die Lage und den bisherigen Übungsverlauf. In Vorbereitung auf die anschließende Besichtigung des Gefechtsstandes wurden das Gefechtsstandkonzept, die Entwicklungen und die Herausforderungen näher beleuchtet, die für die Führung von teilstreitkraftübergreifenden und multinationalen Truppenkörpern erforderlich sind. Der niederländische General ist der FüAk besonders verbunden, war er doch einst Lehrgangsteilnehmer am Generalstabslehrgang. Der Werdegang zeigt: Häufig führen die Wege von Lehrgangsteilnehmern an der FüAk im späteren Berufsleben wieder zueinander: ein persönlicher Vorteil für beide Nationen.

Vielseitige Aufgaben

Der Chef des Stabes wie auch die Abteilungsleiter führten informativ durch die Gefechtsstände der Division und der Brigade und gaben den Besuchern trotz laufender Übung noch Raum für die eine oder andere Frage. Den Lehrgangsteilnehmern bot sich hiermit eine besondere Gelegenheit, Einblicke in wesentliche Aufgaben des Generalstabsoffiziers zu nehmen.

Diese Aufgaben griff im Anschluss Generalmajor Andreas Marlow in seinem Vortrag „Erwartungen eines Truppenführers an Generalstabsoffiziere in einer Heeresdivision“ noch einmal auf. Er unterstrich dabei: „Es ist notwendig, das Handwerkszeug für die Planung und Führung von Einsätzen und Übungen von Landoperationen zu beherrschen, um als taktischer und operativer Berater sowie als Kopf bei Übungen und Einsatz‘ überzeugen zu können.“

Ein Austausch mit dem deutschen stellvertretenden Divisionskommandeur der DSK, Brigadegeneral Gert Gawellek, sowie zwei LGAN-Absolventen in Erstverwendung bildeten den Abschluss dieses eindrucksvollen Besuchstages. Alle Beteiligten sind sich einig: Ein ergiebiger Austausch, zielführende Gespräche, ein anregendes Miteinander.
 

 

Autor: Jürgen Bredtmann ; Fotos: Michael Gundelach / Laura Clayborn

Hamburg, 31.05.2017

Die Band ,,Cause of Action" in Aktion

Dr. Maren Tomforde organisierte das Projekt

Setzt auf die Stärken und Talente seiner Männer und Frauen: Konteradmiral Carsten Stawitzki

Katharina Junge konzipierte die Ausstellung und die Fotos

Interaktive Befragung des Unterbewusstseins

Dr. Petra Köppel ,,Fremdes zulassen"

Selbsteinschätzung per Fragebogen

Die Fotos werden als Wanderausstellung auch an anderen Orten zu sehen sein.

Vielfalt gab es schon musikalisch durch „Cause of Action“, die Band der Führungsakademie der Bundeswehr. Unplugged nahmen zwei Gitarren, ein Keyboard, ein Cajon und drei Stimmen das Publikum mit auf die bunte Reise in den Diversity-Day in Hamburg. Seit 2012 unterstützt die Bundeswehr die Charta der Vielfalt, diesmal im Schwerpunkt sichtbar durch eine Fotoausstellung.

„Wir möchten mit der Fotoausstellung die Vielfalt an den Hamburger Dienststellen aufzeigen“, erläutert die Fotografin der FüAkBw, Katharina Junge, das Konzept hinter dem Projekt „Uniformierte Vielfalt“. 70 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bundeswehrdienststellen Hamburgs haben sich freiwillig einmal in Uniform beziehungsweise Arbeitskleidung sowie einmal in Privat- oder Hobbykleidung fotografieren lassen. Ein weiteres Foto wurde von einem selbst gewählten Objekt aufgenommen, welches die Person für sich als wichtig erachtet.

Ganzkörperportraits mit Texten

Erläutert werden die Fotoaufnahmen durch Interviews zu beruflicher und privater Identität – Zitate daraus begleiten die spannenden Ganzkörperportraits. Wer steckt eigentlich hinter dieser Uniform – wer hinter dieser Arbeitskleidung? "Oftmals nehmen wir in unserem geschäftigen Arbeitsalltag Personen nur in ihrer offiziellen Funktion wahr. Die Individuen dahinter mit all ihren Interessen, Fähigkeiten und Potenzialen bleiben häufig verborgen", weiß die Dozentin an der FüAkBw, Dr. Maren Tomforde, die die Federführung für den Diversity-Day der Bundeswehr in Hamburg übernommen hatte.

Rahmen schaffen, um Talente zu entfalten

Der Kommandeur der Führungsakademie, Konteradmiral Carsten Stawitzki, hatte zuvor die zentrale Veranstaltung im Gneisenausaal des Manfred Wörner Zentrums in der Clausewitz-Kaserne eröffnet. „Wenn Sie alleine meinen Namen nehmen, dann stellen Sie fest, dass meine Vorfahren aus Ostpreußen gekommen sind, was mir 1992 bei der Wohnungssuche durchaus Probleme machte“, wies der Kommandeur auf seine persönlichen vielfältigen Erfahrungen mit Vorurteilen hin. ,,Teams richtig zusammen zu stellen, mal homogener, mal heterogener, um gemeinsam Aufgaben zu lösen, das ist unsere Führungsaufgabe, sei es am Chirurgentisch, in der kleinen Kampfgemeinschaft oder bei einer Besprechung", so der Admiral weiter. Das Betriebsklima sei der Hauptgrund, warum Mitarbeiter in einer Firma bleiben - oder kündigen.

Unterbewusstes Schubladendenken

Die FüAkBw organisierte den bundesweit fünften Diversity-Day in Hamburg in enger Zusammenarbeit mit den anderen Bundeswehr-Dienststellen der Stadt. Ab 09.30 Uhr kamen etwa 250 Vertreter vom Bundeswehrkrankenhaus, der Helmut-Schmidt-Universität, dem Landeskommando sowie der Führungsakademie der Bundeswehr in der Clausewitz Kaserne zu einer Tagung zusammen. ,,Die Diversität dieser Dienststellen ist mit Blick auf alle sieben Diversity-Dimensionen, auf ethnische und nationale Herkunft, sexuelle Orientierung, körperliche und geistige Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, Alter, Geschlecht und soziale Herkunft beeindruckend, birgt viele Herausforderungen - aber auch unzählige Chancen, "weil der Mensch nämlich fähig ist, sich Gedanken zu machen", so Stawitzki.  

Ein Tag voller Impulse

Ihre Keynote-Speech nutzte Dr. Petra Köppel von der Unternehmensberatung Synergy Consult für den Hinweis auf den Nutzen von Vielfalt für die Bundeswehr. ,,Vielfalt ist nicht immer sichtbar. Es reicht der erste Eindruck für ein Urteil", mahnte sie. Erfahrung, Werte und Einstellungen sieht man zunächst nicht. ,,Nur mit Wertschätzung funktioniert Vielfalt und trägt damit für mehr Berufszufriedenheit und bessere Aufgabenerledigung bei."

Vielfalt ist Managementaufgabe

,,Vielfalt ist eine Managementaufgabe und fängt oben an", so die Unternehmensberaterin. Dazu sei es in einer komplexen Welt absolut notwendig, Kategorien zu haben - die aber verzerren können und dazu führen, sich von Mustern lenken zu lassen." Wichtig sei es, beschreiben und bewerten voneinander zu trennen, um damit auch den ersten Eindruck zu hinterfragen und Kritik zuzulassen. ,,Wer sich selbst in Frage stellt, Denkmuster aufbricht und Komfortzonen verlässt, der kann Unsicherheit ertragen, Fremdes zulassen, neugierig sein und sich ändern", betonte Dr. Köppel. Es geht um die Nutzung von Potenzialen - von allen.

Bunte Vielfalt

In drei Workshops ging es dann am Nachmittag um chancengerechtes Diversity Management als Führungsaufgabe, um die gelebte Vielfalt in der Bundeswehr und dabei gemachte Erfahrungen sowie um die Herausforderungen in der Vereinbarkeit von Familie und Dienst. Parallel spielte das "Kaleidoskop-Theater" aus Hamburg-Altona „Diversity als Improvisations-Theater“ und bezog das anwesende Publikum aktiv mit ein. Aussagen der Anwesenden auf Fragen der Schauspieler zu Vielfalt im Allgemeinen wurden theatralisch zurück gespielt. Große Lacher im Publikum: "Wir haben uns durchaus wieder erkannt".

Vorstellung der Diversity-Initiativen

Gute Kommunikation, klare Anforderungen und das Vertrauen, sich öffnen zu können sind wesentliche Voraussetzungen, dass Initiativen wie Diversity-Beratungsgremien, Diversity-Symposium, Fragebögen für die Mitarbeiter, ein wissenschaftlich fundierter, weiterbildender Master-Studiengang "Leading Diversity", Dialog der Kulturen oder eine einwöchiges Seminar zum Thema und Veranstaltungen zum Diversity Day 2018 erfolgreich werden können.

Fazit

Fazit des Kommandeurs, der viel für sich mitgenommen hat: ,,Das Highlight war die Grundstimmung, die den ganzen Tag angehalten hat. Der Impuls-Vortrag von Frau Dr. Petra Köppel, der Überraschungsauftritt der FüAk-Band genauso wie die Workshops mit den vielen wertvollen Impulsen und dann natürlich die Fotoausstellung. Alles zusammen insbesondere der Mix hat den ganzen Tag großartig gemacht."

 

Das Video zum Diversity Tag 2017

„Von gestern lernen, am Heute spiegeln, auf morgen vorbereiten“

Autor: Frank Magnus ; Fotos: Frank Magnus

Hamburg, 19.05.2017

Zivile und militärische Teilnehmer am 1.  Besprechungspunkt

Historische Kartenausschnitte helfen beim Orientieren

Der Verlauf der Schlacht wurde im Gelände erschlossen

Die gesamte Woche war ein voller Erfolg

Wie dieser Dreiklang in die moderne Ausbildung von Streitkräften passt, konnten die Heeresuniformträger des Lehrgangs Generalstabs-/Admiralstabsdienst National 2016 (LGAN 2016) sowie Studierende und Lehrpersonal der Universität Potsdam, Lehrstuhl Militärgeschichte und Kulturgeschichte der Gewalt vom 8. bis 12. Mai praxisnah erleben. Der Bereich Heer führte das Seminar Operationsgeschichte 2017 in enger Zusammenarbeit mit den Militärhistorikern OTL Dr. Loch, Major Kriemann und Major Helmecke vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialforschung der Bundeswehr (ZMSBw) durch. Professor Sönke Neitzel unterstützte den Ausbildungsabschnitt und trug zu anregenden Diskussionen bei. 

Nah dran am Geschehen

Nachdem am ersten Seminartag in den Räumen des Militärhistorischen Museums in Dresden durch den emeritierten Professor Stig Förster (bis Ende 2016 Professor für Neueste Allgemeine Geschichte an der Universität Bern) sowie OTL Dr. Loch die Grundlagen zu den Preußisch-Österreichischen Auseinandersetzungen des 18. Jahrhunderts gelegt wurden, ging es an den beiden folgenden Tagen in drei Lerngruppen durch die Tschechische Republik, in die Region um Jicin und Königgrätz. An ausgewählten Übersichtspunkten wiesen Militärhistoriker des Zentrums Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr zunächst in das Gelände ein. Sie stellten den Schlachtverlauf von 1866 dar und erläuterten operative aber auch taktische Entscheidungen greifbar und nachvollziehbar.

Truppenführung im Fokus

Im Anschluss an die Erläuterungen zum Schlachtverlauf diskutierten die Seminarteilnehmer, ob und welche Lehren aus dem jeweiligen Gefechtsverlauf gezogen – und vor allem auf heutiges operativ-taktisches Denken übertragen werden können. Dabei lag der Schwerpunkt auf den Grundsätzen der Truppenführung, nicht auf den taktischen Details der Einzelgefechte. Besondere Beachtung fanden dabei die Grundsätze der Bildung von Schwerpunkten, des Einsatzes von Reserven sowie der Aufklärung und der Führung im Gefecht.

Führungsgrundsätze zur Disposition

Zusammengeführt und abschließend diskutiert wurden die im Felde besprochenen Abläufe dann am vierten und letzten Seminartag, der wieder im Auditorium des Militärhistorischen Museums in Dresden stattfand. Eine wissenschaftlich-historische Sicht auf die Dinge, besonders die Frage, welche Führungsgrundsätze denn in der Schlacht um Königgrätz 1866 entwickelt wurden und welchen Einfluss letztendlich auch die Politik auf Ausstattung, Ausbildung und vor allem die operativen Führer jener Zeit hatte, brachten Dr. Marco Sigg (Militärhistoriker und Direktor des Museums Burg Zug) und Major Kriemann ein. Eine Thematik, die gerade heute aktueller denn je erscheint.

Gemeinsames Verständnis

Insgesamt konnten in der Seminarwoche nicht nur die Grundzüge des deutschen (operativen) Führungsdenkens greifbar und aktiv erarbeitet, sondern speziell in den vielen Gesprächen zwischen den Seminarteilnehmern auch ein gemeinsames Verständnis von Truppenführung und Führungsdenken im Kontext heutiger militärischer Herausforderungen hergestellt werden. Zudem wurde vereinbart, die erstmalige Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Militärgeschichte und Kulturgeschichte der Gewalt der Universität Potsdam auch beim nächsten Seminar fortzusetzen.

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